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Narodowe Muzeum Morskie w Gdańsku

Aktuelle Sprache:

Niemiecki
Museumskomplex auf der Insel Ołowianka

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"Blick aufs Meer. Die Malerei der von der Sopot-Schule abstammenden Künstler", 15. Ausstellung aus der Reihe "Polnische Künstler über das Meer"

25.05.2017 |

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"Blick aufs Meer. Die Malerei der von der Sopot-Schule abstammenden Künstler", 15. Ausstellung aus der Reihe "Polnische Künstler über das Meer"

Für manche eine schändliche Episode des Sozialrealismus, für andere Gemeinschaft der Künstler, die zusammen in einem besonderen Ort wie Sopot arbeiteten, und für manche der farbliche Manierismus der 50er Jahren. Der Begriff "Sopot-Schule" erregt Kontroversen und gilt als ein nicht eindeutiges Thema, umso mehr, dass sich die Künstler aus diesem Kreis für unterschiedliche Wege der weiteren Entwicklung entschieden haben. "Blick aufs Meer" ist eine Ausstellung, die der maritimen Thematik in den Werken der Malergruppe aus der sogenannten "Sopot-Schule" gewidmet wurde.

Der Begriff "Sopot-Schule" bezieht sich auf die Gruppe der Künstler, die im Jahre 1945 an der polnischen Küste eine Kunstschule organisiert haben, die heute als Akademie der Schönen Künste in Danzig bekannt ist. Der erste Sitz der neuen Schule befand sich in einer Villa in Sopot, und die Werke der mit der Schule verbundenen Künstler fanden Anerkennung unter anderem während der Gesamtpolnischen Ausstellung der Jungen Bildenden Kunst. Die Rezensenten haben dabei die Eigentümlichkeit der Werke der Maler von der Küste sowie einen unbestimmten Eindruck der Gemeinschaft betont, und in der Presse – und später auch in anderen Medien, tauchte der Begriff "Sopot-Schule" auf. Der Begriff wurde noch an der Wende der 50er zu den 60er Jahren verwendet, obwohl es nie klar definiert wurde, was er genau bedeutet. Es ist jedoch bekannt, dass er sich auf die Gruppe der befreundeten Künstler bezieht, die an die Küste gleich nach dem Krieg kamen: Krystyna Studnicka und Juliusz Studnicki, Hanna Żuławska und Jacek Żuławski, Józefa und Marian Wnuk, Janusz Strzałecki sowie die Künstler, die sich etwas später angeschlossen haben, u. a. Stanisław Michałowski, Kazimierz Śramkiewicz oder Stanisław Teisseyre.

Zeitraum der höchsten Aktivität der Künstler aus der "Sopot-Schule" fällt auf die Jahre 1945-1959. Neben der Ausstellungstätigkeit engagierten sie sich damals auch in den Wiederaufbau der Denkmäler in Gdańsk. In späteren Jahren trennten sich ihre Wege. Einige von ihnen haben sich nur der künstlerischen Arbeit gewidmet, andere haben ihre Zeit zwischen der künstlerischen Tätigkeit und der didaktischen Arbeit in der Hochschule geteilt, mansche haben auch die Küste verlassen.

Die Ausstellung "Blick aufs Meer" ist ein Versuch zu zeigen, wie und in welchem Maße wirkte sich der Ort, in dem sie gelebt und gewirkt haben, auf das malerische Schaffen der "Sopot-Schule" aus.

"Die meisten dargestellten Werke entstanden nach der Abnutzung der sozialrealistischen Doktrin in der Kunst", sagt Liliana Giełdon, Leiterin der Abteilung für maritime Kunst im NMM. "Genau daraus resultiert die stilistische Vielfalt der gesammelten Bilder. Nach den anfänglichen, gemeinsamen für alle Künstler Erfahrungen mit dem Sozialrealismus, die in der "Sopot-Schule" zusätzlich mit den früheren Erfahrungen mit dem Kolorismus ausgeschmückt waren, ging jeder von ihnen seinen eigenen Weg. Einige, wie z. B. Krystyna Łada-Studnicka, haben mit dem Postimpressionismus fortgesetzt, andere wandten sich in Richtung der synthetischen Malerei mit geometrisierten Formen, wie Stanisław Michałowski oder Kazimierz Śramkiewicz, noch andere, wie Józefa Wnukowa oder Jan Wodyński haben die Dekorativität gewählt, die sie mit der Zeit in Richtung der abstrakten Malerei führte. Die maritime Landschaft bietet für Stanisław Teisseyre Anlass zur Hervorhebung von symbolischen Themen, und Roman Usarewicz führte interessante, künstlerische Experimente durch, indem er Elemente der Collage und Lichtinstallation in traditionelle Gemälde hineinkomponierte".

Die auf der Ausstellung gesammelten Werke stammen aus der Sammlung des Nationalen Maritimen Museums in Gdańsk und anderen Museen in Polen.


"Blick aufs Meer. Die Malerei der von der Sopot-Schule abstammenden Künstler"
Speicher auf der Insel Ołowianka 26.05.2017 – 3.09.2017


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