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Narodowe Muzeum Morskie w Gdańsku

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Niemiecki
Museumskomplex auf der Insel Ołowianka

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Rogińscy an der Ostsee – die neue Sonderausstellung in den Speichern auf der Insel Ołowianka

19.05.2016 |

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Władysława Rogińska, Fischerhafen, 1951

Wenn zwei Künstler einen Ehebund schließen, kann das auf ihr künstlerisches Schaffen anregend wirken – davon haben sich bereits solche Ehepaare, wie Frida Khalo und Diego Riviera oder Auguste Rodin und Camille Claudel überzeugt. Nationales Maritimes Museum in Gdańsk lädt zur Ausstellung der Werke von dem Ehepaar der Künstler: Władysława Rogińska und Bolesław Rogiński ein.

Die Ausstellung "An der Ostsee. Die Malerei von Władysława Rogińska und Bolesław Rogiński" in den Speichern auf der Insel Ołowianka ist der 14. Aufzug der Reihe "Die polnischen Künstler über das Meer" und wird seit dem 20. Mai bis zum 31. August 2016 präsentiert. Auf der Ausstellung werden 92 Werke der beiden Künstler präsentiert.

Władysława Rogińska und Bolesław Rogiński haben ihre Inspirationen vor allem aus der Ostseelandschaft bezogen. Sie haben die Ostseeküste mit den breiten, sandigen Stränden, Häfen in Władysławowo, Jastarnia, Puck, Hel und Kąty Rybackie, Fischerboote sowie die Ansichten von Danzig, Fischer bei der Arbeit und Porträts der Werftarbeiter festgehalten. Die beiden haben ihre Kindheit und Jugend im Vilnius-Gebiet verbracht, und nach Gdańsk sind sie im Jahre 1945 im Rahmen der Repatriierung nach der Einnahme von Vilnius durch die Sowjetunion angekommen. Sie haben sich begeistert in die Sozialarbeit eingesetzt und das künstlerische Leben im Dreistädteverbund organisiert. Sie waren auch auf dem Gebiet der Popularisierung von Grafik unschätzbar.

Künstlerisches Schaffen von Władysława Rogińska und Bolesław Rogiński zeichnet sich durch hohe Ähnlichkeit aus: Man kann sehen, dass sie miteinander ihre Erfahrungen austauschten. Ihr ganzes Leben lang blieben sie der darstellenden Malerei treu, sie haben den Realismus mit der Freiheit des Malens verbunden, die locker an den Postimpressionismus anknüpfte. Während seiner Zeit in Vilnius blieb Bolesław Rogiński unter dem Einfluss von Ferdynand Ruszczyc. Er hat damals eine dunkle und abgetönte Farbpalette verwendet, und die endlosen Landschaften mit den Windmühlen und Betsäulen bringen zu seinem Schaffen eine symbolische Note ein. Die ähnliche Farbgebung hat auch Władysława Rogińska gleich nach der Ankunft in Danzig verwendet, wenn sie die Trümmer der nach dem Krieg zerstörten Stadt malte. Bald fangen sie jedoch beide von der dunklen Farbpalette zugunsten der hellen und intensiveren abzugehen. Die früheren braunen und grauen Farbtöne verschwinden allmählich, und ihren Platz nehmen blaue, gelbe und grüne Farben.

Die beiden Künstler haben auch große Errungenschaften auf dem Gebiet der Grafik. Bolesław Rogiński hat eine individuelle Technik des Linolschnittes ausgearbeitet, die bestand darin, dass das Linoleum in kleine, rhythmische Quadrate geschnitten wurde, sodass der grafische Abzug wie ein Mosaik aussieht. Er hat auch formale Experimente durchgeführt. Die Grafiken von Władysława Rogińska zeichnen sich durch malerische Effekte aus, die in der Aquatinta und Radierung entstanden.


Władysława Roginska, geb. Żukowska (1908, Vilnius – 1992, Breslau) hat das Lehrerseminar in Vilnius absolviert. Sie hat als Lehrerin auf einem weißrussischen Dorf gearbeitet. Dann hat sie das Studium an der Fakultät für Künste an der Stefan-Batory-Universität in Vilnius unter der Leitung von Bronisław Jamontt und Aleksander Szturman aufgenommen. Im Jahre 1935 hat sie die Ehe mit Bolesław Rogiński geschlossen. Das Studium hat sie erst nach dem Krieg an der Fakultät für Künste an der Nikolaus-Kopernikus-Universität in Toruń absolviert. Zusammen mit ihrem Ehemann hat sie sich in Danzig niedergelassen. Sie beschäftigte sich mit der Landschaftsmalerei, vor allem Küstenlandschaften, Porträts, Szenen aus dem Leben der Fischer, Fischerhäfen, Fischkutter, Barkassen, aber auch Grafik, wobei sie solche Techniken, wie Holzschnitt, Linolschnitt, Aquatinta und Radierung nutzte.

Bolesław Rogiński (1907, Wiazyń bei Vilnius – 1990, Danzig) studierte an der Fakultät für Künste an der Stefan-Batory-Universität in Vilnius im Atelier von Ludomir Sleńdziński. Er hat bei den archäologischen Ausgrabungen als Zeichner und Illustrator der wissenschaftlichen Publikationen gearbeitet. Nach dem Krieg hat er sich zusammen mit seiner Frau Władysława in Danzig niedergelassen. In den Jahren 1945-46 hat er im Auftrag von den Behörden die Zeichnungsdokumentation vom zerstörten Danzig geschaffen. Er hat sich für die Organisierung des künstlerischen Lebens und Popularisierung der Kunst eingesetzt. Er hat die Denkmäler von Danzig und der Umgebung, Küstenlandschaften, Fischerboote und Fischer, Porträts der Arbeiter gemalt. Er beschäftigte sich auch mit der Grafik, vor allem in der Technik der Radierung und des Linolschnittes.


"An der Ostsee. Die Malerei von Władysława Rogińska und Bolesław Rogiński"
Speicher auf der Insel Ołowianka Speicher auf der Insel Ołowianka
20.05.2016 – 4.09.2016


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