Die Webseite des Nationalen Maritimen Museums verwendet Cookies für statistische Zwecke und um die Nutzung dieses Internetangebotes für Sie komfortabler zu gestalten. Wenn Sie die entsprechenden Einstellungen in Ihrem Browser nicht ändern, werden die Cookies auf Ihrem Rechner gespeichert. Sie haben die Möglichkeit, das Abspeichern von Cookies auf Ihrem Computer durch entsprechende Einstellungen in Ihrem Web-Browser einzuschränken oder auszuschalten.

X

Narodowe Muzeum Morskie w Gdańsku

Aktuelle Sprache:

Niemiecki
Museumskomplex auf der Insel Ołowianka

Die längere Museumsabteilungen - Öffnungszeiten

Wir teilen herzlich mit, daß während des langen Wochenende, täglich vom 29. April bis zum 7. Mai 2017 von 10.00 - 18.00 Uhr die folgenden Abteilungen (die Speichern, das Schiff-Museum Sołdek, das Krantor und das Zentrum für Maritime Kultur und das Schiff-Museum dar Pomorza in Gdynia) länger geöffnet werden. Das Fischfangmuseum in Hel und das Weichselmuseum und Zentrum zur Restaurierung von Bootswracks in Tczew werden von 10.00 - 16.00 Uhr täglich geöffnet.

"Sturm im Hafen" in der Maritimen Galerie

30.09.2016 |

Nachricht senden |


"Sturm im Hafen" in der Maritimen Galerie

Die Sammlung der polnischen maritimen Malerei im Nationalen Maritimen Museum in Danzig bereicherte sich um das Gemälde "Sturm im Hafen" von einer hervorragenden Malerin, Mela Muter. Das mit den Mitteln des Ministeriums für Kultur und Nationalerbe erworbenes Kunstwerk wird in der Maritimen Galerie aufgehängt.

"Mela Muter ist eine außergewöhnliche Künstlerin, die neben Olga Boznańska zu den hervorragendsten Vertreterinnen der polnischen Kunst in Frankreich gezählt wird", betont Liliana Giełdon, die Leiterin der Abteilung für Maritime Kunst im NMM. "Bisher hatten wir in unserer Sammlung keine Werke von ihr, und das ist eine Künstlerin, die sich oft und gern mit maritimen Themen auseinandersetzte".

Das Bild unter dem Titel "Sturm im Hafen" stammt aus den 20er Jahren des 20. Jahrhunderts und stellt die Ansicht auf einen kleinen Hafen während des heranziehenden Sturmes dar. Die Rümpfe und Segelwerk der Boote wurden außergewöhnlich realistisch dargestellt und lassen den auf dem Bild dargestellten Hafen mit hoher Wahrscheinlichkeit im Süden Frankreichs zu lokalisieren. Die Aufschrift auf der Rückseite verrät, dass es sich um die Ortschaft Grau du Roi zwischen Marseille und Montpellier handelt.

"Mela Muter hat ihren individuellen Stil entwickelt, der sich durch die Farbe mit der Konsistenz einer dicken Paste auszeichnet, die mit kleinen, aber entschlossenen Pinselstrichen aufgetragen wird, und durch das charakteristische, gedämpfte Kolorit", so Liliana Giełdon beschreibt die Werke der Malerin. "Kleine Farbflecke, die präzise und ungezwungen aufgetragen werden, bilden ein flimmerndes und lebendiges, malerisches Gewebe, was in der Verbindung mit der markanten Oberflächenstruktur einen außergewöhnlich expressiven und dekorativen Eindruck macht".


Maria Melania Mutermilch – Biografie
Maria Melania Mutermilch (1876, Warschau 1967, Paris) stammte aus einer vermögenden, assimilierten jüdischen Familie, hielt sich aber für eine Polin. Ihr Vater, Fabian Klingsland, war ein Kaufmann und Philanthrop, ihr Bruder Zygmunt – Literaturkritiker und Berater in der polnischen Botschaft in Paris. Obwohl sie die Malerei zuerst in der Schule für Zeichnen und Malen für Frauen von Miłosz Kotarbiński in Warschau, und dann an der Académie Colarossi i Académie de la Grande Chaumière studierte, hatte sie kein formelles Diplom gemacht und hielt sich für eine Autodidaktin. Im Jahre 1899 hat die Malerin den Schriftsteller Michał Mutermilch geheiratet. Sie bewegte sich in Kreisen der künstlerischen Elite in Paris, kannte August Rodin, Diego Rivera, Romain Roland, Henri Matisse und viele polnische Künstler, wie Stefan Żeromski, Jan Kasprowicz, Władysław Reymont. Die Künstlerin debütierte im Jahre 1902 auf dem alljährlichen Salon de Paris, an dem sie seitdem regelmäßig teilgenommen hat. Ihre Werke hat sie in Barcelona, Köln, New York, aber auch in Krakau, Warschau und Lemberg ausgestellt. Sie war im Polnischen Künstlerisch-Literarischen Kreis und im Verband polnischer Künstler tätig. Im Jahre 1922, nach dem Tod ihres Vaters, kam die Künstlerin in Warschau an. Kurz danach ließ sie sich von ihrem Mann scheiden, und ihr einziger Sohn starb im Jahre 1924. Die persönlichen Tragödien wurden durch den Erfolg ihres künstlerischen Schaffens ausgeglichen. Die 20er und 30er Jahre des 20. Jahrhunderts gelten als die beste Zeit ihres künstlerischen Schaffens. Den Zweiten Weltkrieg überlebte sie in Avignon. Nach dem Krieg kehrte sie nach Paris zurück, wo sie im Jahre 1967 starb.

Das Schaffen von Mela Muter entwickelte sich in formeller Hinsicht. Zunähst stand sie unter dem Einfluss von Symbolismus, um sich dann einer Faszination für die Leistungen der Schule von Pont-Aven zu ergeben. Ihre Inspiration holte sie sich auch aus Fauvismus und Expressionismus sowie auch indirekt aus Kubismus ein. Ihr Werk zählt über Tausend Bilder. Darunter befinden sich die Ölgemälde auf der Leinwand aus Leinen, Sperrholz und Karton, Aquarelle, Zeichnungen und Skizzen mit Bleistift und Kohle. Oft waren ihre Werke zweiseitig. Sie trennte sich nie von ihrem Skizzenblock – sie malte und zeichnete in der U-Bahn, in Cafés, auf den Straßen. Für ihre Gemälde wählte sie hauptsachlich Genre- und Landschaftsmotive. Unter den Landschaftsbildern befinden sich zahlreiche Ansichten auf kleine Häfen im Süden Frankreichs, die sie mehrmals in den 20er Jahren besuchte. Sie malte auch die Küsten von Bretagne und Katalonien.



{>Die Partner

Dofinansowano ze środków
Programu Wieloletniego Kultura+