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Narodowe Muzeum Morskie w Gdańsku

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Niemiecki
Museumskomplex auf der Insel Ołowianka

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Untersuchung des Schiffswracks F53.30 "Szklany"

30.06.2015 |

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Untersuchung des Schiffswracks F53.30 "Szklany"

Die Archäologen und Taucher aus dem Nationalen Maritimen Museum in Gdańsk haben die Untersuchung des Schiffswracks F53.30 beendet. Die Erforschung wurde im Rahmen des Projektes "Virtuelles Freilichtmuseum der Schiffswracks der Danziger Bucht" durchgeführt und hat außergewöhnliche Ergebnisse gezeitigt. Die "Szklany" ist wahrscheinlich ein Überrest eines Danziger Handelsschiffes aus der zweiten Hälfte des 17. Jahrhunderts.

Das Schiffswrack F53.30 wurde im Jahre 2013 durch die Mitarbeiter des Seeamtes in Gdynia während der Untersuchungen in der Danziger Bucht entdeckt. Über der Entdeckung wurde das Nationale Maritime Museum in Gdańsk informiert und ein Team der Taucher und Archäologen führte die erste Untersuchung des Fundes durch. Die detaillierte Bestandsaufnahme musste jedoch verschoben werden, da auf dem Wrack ein Teil des Torpedos gefunden wurde, der im letzten Jahr durch Kriegsmarine der Republik Polen entfernt wurde.

Die drei Wochen dauernden Untersuchungen, die Ende Juni endeten, waren die Krönung der monatelangen Vorbereitungen. "Wir haben festgestellt, dass "Szklany" ein Überrest eines Handelsschiffes aus der zweiten Hälfte des 17. Jahrhunderts ist, der die Fässer mit den Stahlbarren und Glasflaschen von verschiedenen Größen und Formen transportierte. Die Flaschen haben Zinnverschlusse, und auf einigen sind die Punzen eines der Danziger Zinngießer aus dem 17. Jahrhundert zu sehen", fügt Tomasz Bednarz, Leiter des das Wrack F53.30 untersuchenden Teams hinzu. Zum Forscherteam gehören: Unterwasserarchäologe, Janusz Różycki und zwei Taucher – Wojciech Joński und Zbigniew Jarocki.

Die Flüssigkeiten, die sich in den Flaschen befinden, werden bald analysiert. In der nächsten Zeit lernen wir auch die Ergebnisse der dendrologischen Analysen des Holzes, das zum Bau des Schiffes verwendet wurde, kennen, was die präzise Bestimmung von Bau- und Betriebszeit des Wasserfahrzeuges ermöglicht. Auf einigen Fässern befinden sich die kaufmännischen Gemerke, also die Handelszeichen des auf dem Schiff transportierten Frachtgutes. Die Archäologen werden versuchen, die Zeichen auf den Fässern zu identifizieren. Darüber hinaus wurden auf dem Wrack drei Kanonen mit einer Länge von 1,5 bis 2 Meter gefunden, die herausgebracht wurden.

"Das Wrack ist ein wertvolles historisches Objekt, vor allem wegen des Frachtgutes, das im relativ guten Zustand erhalten geblieben ist", glaubt Dr. Jerzy Litwin, Direktor des Nationalen Maritimen Museums. „Der wissenschaftliche Wert dieses Objektes ist mit den anderen Wracks vergleichbar, die bisher an der polnischen Küste der Ostsee untersucht wurden, wie "Solen", "General Carleton of Whitby" oder "De Jonge Seerp". Das einzige Wrack mit der Fracht, das bisher untersucht wurde, war die aus dem 15. Jahrhundert stammende "Miedziowiec". Jetzt haben wir auch die "Szklany", die viele Informationen über die Fracht aus Gdańsk im 17. Jahrhundert geliefert hat.



Die Untersuchungen wurden im Rahmen des zweijährigen Projektes „Virtuelles Freilichtmuseum der Schiffswracks der Danziger Bucht. Erfassung und Bestandsaufnahme der Wracks“, das durch das Ministerium für Kultur und Nationalerbe und das Nationale Maritime Museum finanziert wird. Der Autor und Leiter des Projektes ist Tomasz Bednarz.

       

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