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Narodowe Muzeum Morskie w Gdańsku

Aktuelle Sprache:

Niemiecki
Museumskomplex auf der Insel Ołowianka

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Die Jachten direkt aus Krakau

23.02.2016 |

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Valkyrie II, West & Son, Museums der Fotografiegeschichte in Krakau

Im 19. Jahrhundert war der Segelsport nur für Elite. Die Vertreter der damaligen Aristokratie und Finanzoligarchie haben gerne in immer modernere Wasserfahrzeuge investiert. Der Segelsport war nicht nur als Hobby betrachtet, sondern auch als Möglichkeit, die gesellschaftliche Lage zu verdeutlichen. Im 19. Jahrhundert fand auch die Entwicklung der Fotografie ihren Anfang. Das neue Gerät ermöglichte, die sich immer ändernde Wirklichkeit festzuhalten, die Ereignisse zu präsentieren und neue Trends, wie der Segelsport darzustellen.

Auf der Ausstellung "Der Segelsport" wird das Album aus der Sammlung des Museums der Fotografiegeschichte in Krakau in der für das Gebiet des Kleinpolens eher ungewöhnlichen, maritimen Thematik präsentiert. "Die Idee für die Ausstellung, die großes Interesse des Publikums weckt, war das Ergebnis der tiefgründigen Forschung", sagt Katarzyna Marko aus dem Museum der Fotografiegeschichte in Krakau, die Kuratorin der Ausstellung. "Im Winter wird Kraków zur Hauptstadt der Segellieder. Hier im Süden wohnen sehr viele Segelliebhaber, und – wie sich während der Ausstellung herausstellte – auch viele Segelsportliebhaber (gemäß der Definition aus dem 19. Jahrhundert)".

Auf der Ausstellung im NMM wird die Auswahl der Fotografien in drei Themenblöcken präsentiert, die sich gegenseitig beeinflussen und ergänzen. Im ersten Themenblock wird der Erzherzog Karl Stephan von Habsburg, Admiral der österreich-ungarischen Marine und großer Segelsportliebhaber präsentiert. Auf den Fotografien werden seine erste Jachten dargestellt. Der zweite Themenblock ist einer der Formen des Segelsportes gewidmet – der Regatta. Es werden hier die Fotografien präsentiert, die die wichtigsten europäischen und amerikanischen Segelregatten: Britannia, Valkyrie II oder Navahoe darstellen. Der dritte Themenblock ist den Dampfjachten und den Dampfschiffen mit Segelwerk gewidmet, die Ende des 19. Jahrhunderts immer größere Popularität gewannen. In Krakau weckte die Ausstellung das Interesse auch wegen der Motive, die mit den polnischen Habsburgern verbunden sind, unter anderen mit Karl Stephan.

Im Album – der den Clou der Ausstellung bildet – befinden sich 112 Fotografien aus den Jahren 1880 – 1900. Die Autoren sind: der Kroate Blasius Cirkovic, die Engländer Alfred John West, James Adamson, Arthur Debenham, die Gesellschaft "Cox & Durrant" und andere anonyme Fotografen. Das Album bildet eine Sammlung der Fotografien, die konsequent von einem Segelliebhaber Ende des 19. Jahrhunderts gesammelt wurden. Ziel der Darstellung der Fotografien und des Albums ist es, das Publikum mit dem Ausstellungsstück bekannt zu machen, das gleichzeitig ein Dokument und ein Kunstwerk ist. "Das Album bildet auch den Ausgangspunkt für die Überlegungen über der Sammelleidenschaft und über Sammlung der der Fotografien im 19. Jahrhundert", gibt Katarzyna Marko hinzu.

"Auf der Ausstellung "Segelsport", die in der Partnerschaft mit dem Nationalen Maritimen Museum vorbereitet wurde, wurde der Zusammenhang zwischen einigen wichtigen Elementen dargestellt: Geschichte, Fotografie und Segelsport. Auch der Prozess des Schaffens der Sammlung, der so wichtig für jedes Museum ist, kann hier beobachtet werden", sagt Dr. Ing. Jerzy Litwin, Direktor von NMM in Gdansk. "Die Etymologie des Wortes Jacht ist niederländisch und bedeutet eilen, rennen, jagen. So sind auch die Wasserfahrzeuge auf den Fotografien: Schonet, Gaffelschiffe, Yawls oder Brigantinen. Obwohl im 19. Jahrhundert steckte die Fotografie, und vor allem die maritime Fotografie, noch in den Windeln, wurde hier das Thema sehr gut dargestellt. Die Statik von manchen Fotografien, die die auf der Reede wartenden oder langsam schwimmenden Jachten darstellen, ist nur scheinbar – die Bewegung und Dynamik, die immer mit dem Segelsport verbunden sind, sind hier sichtbar und sehr offensichtlich".

Eines der Ausstellungsstücke des Nationalen Maritimen Museums in Gdańsk, das sein Platz auf der Ausstellung "Segelsport" fand, ist die historische Glocke aus der Jacht Litwa – diese Dampf-Segeljacht gehörte dem polnisch-litauischen Gutsbesitzer, Ignacy Korwin Milewski, der sie vom Admiral der Kaiserlichen und Königlichen Kriegsmarine, Erzherzog Karl Stephan gekauft hat. Der neue Eigentümer hat den Namen der Jacht von Christa auf Litwa geändert. Die Jacht fuhr durch das Mittelmeer und um Europa herum, sie ist auch zweimal in Gdańsk eingelaufen", sagt Radosław Paternoga aus der Abteilung der Geschichte der Seeerziehung von NMM". Die erste Fotografie im Album ist das Porträt der Matrosen auf dem auf dem Bug des Schiffes, und auf ihren Mützen steht der Namen der Jacht – Christa. Das ist eine schön Verbindung der einzelnen Teile der Ausstellung, die auch symbolisch das Engagement unseres Museums in die Krakauer Ausstellung betont.


"Seegelsport"
Die Ausstellung wurde durch das Walery Rzewuski – Museum der Fotografiegeschichte in Krakau in Zusammenarbeit mit dem Nationalen Maritimen Museum in Gdańsk organisiert.
Die Speicher
26.02.2016 – 08.05.2016


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