Die Webseite des Nationalen Maritimen Museums verwendet Cookies für statistische Zwecke und um die Nutzung dieses Internetangebotes für Sie komfortabler zu gestalten. Wenn Sie die entsprechenden Einstellungen in Ihrem Browser nicht ändern, werden die Cookies auf Ihrem Rechner gespeichert. Sie haben die Möglichkeit, das Abspeichern von Cookies auf Ihrem Computer durch entsprechende Einstellungen in Ihrem Web-Browser einzuschränken oder auszuschalten.

X

Narodowe Muzeum Morskie w Gdańsku

Aktuelle Sprache:

Niemiecki
Museumskomplex auf der Insel Ołowianka

Das Krantor einst und heute

Das Krantor, ehemaliger Hafenkran und heute neben dem Neptunbrunnen eines der markantesten Symbole Danzigs, ist ein Denkmal, das eindeutig mit der maritimen Geschichte und Macht der Stadt verbunden ist. Es lässt sich kaum ein besserer Ort vorstellen, an dem sich eine Ausstellung über das Geschehen im ehemaligen Danziger Hafen präsentieren ließe.

Im Inneren des Gebäudes finden sie zunächst eine Ausstellung über die Menschen, die mit dem Hafen untrennbar verbunden sind: Dockarbeiter, Kaufleute, Schiffer, Segelmacher, Seiler, Gepäckträger.

Weiterhin werden die Hafenanlagen ausführlich porträtiert: es werden Modell der einstigen hölzernen Kais, von Schiffen, Schwimmbaggern, Speichern und schließlich unterschiedlichster Kräne präsentiert.

Sie sind auch dazu eingeladen, sich mit rekonstruierten Innenräumen aus Danzig vertraut zu machen: mit einer Ladentheke eines Kaufmanns, einer Pfahlkammer (in der die Hafengebühren eingezogen wurden) und einem Zimmer eines Bürgerhauses.

Ein Höhepunkt der Ausstellung ist sicher der auch heute noch vollständige Mechanismus des Krantors, einst größter Hafenkran im mittelalterlichen Europa. Der Antrieb besteht aus vier großen, hölzernen Treträdern, mit denen zwei Lastaufzüge bewegt werden. Da das Krantor gleichzeitig auch als Stadttor diente, das die Szeroka-Straße mit der Długie Pobrzeże verbindet, ist das untere Räderpaar im Durchgang gut sichtbar.

Jedoch lohnt es sich auch hineinzusteigen und das Räderwerk aus der Nähe in Augenschein zu nehmen. Um Lasten von Schiffen zu heben wurden die Treträder in Bewegung gebracht, wodurch sich ein Lastseil auf der je zwei Räder verbindenden Achse aufzuwickeln begann und die Last nach oben schwebte. Wie wurden die Räder jedoch angetrieben? Dazu ließ man Arbeiter ins Innere der Räder steigen, wo sie dann, ganz wie in einem Hamsterrad, fortwährend auf dort im Inneren angebrachte Tretbretter traten und so die Räder bewegten. Vier Personen konnten so eine Last von über zwei Tonnen heben.

Von den Rädern hat man auch eine herrliche Aussicht auf Mottlau, Ołowianka und die Jachten in der Marina – immerhin befindet sich die oberste Etage auf einer Höhe von 27 Metern

Das heutige, gemauert-hölzerne Krantor hat nur wenig gemein mit dem ersten, völlig hölzernen, an dieser Stelle errichteten Hafenkran. Seine älteste Erwähnung datiert in das Jahr 1367. Im Jahre 1442 brannte er jedoch ab. Anschließend wurde in den Jahren 1442-1444 das heutige Krantor gebaut. Dabei errichtete man zwei gemauerte Basteien, zwischen denen der oben beschriebene, hölzerne Mechanismus installiert wurde. Das Krantor war Eigentum der Stadt und wurde von einem Kranmeister verwaltet.

Im 19. Jahrhundert verlor das Krantor seine Bedeutung als Hafenkran und wurde fortwährend vor allem zu Aufstellen von Masten auf Flussschiffen verwendet. Später erwies es sich auch zum Anheben von mechanisch Angetriebenen Schiffen als nützlich, um an deren Schrauben und Ruderblättern Wartungsarbeiten durchführen zu können. Der letzte Kranmeister starb im Jahr 1858 und die Basteien fanden bald erste Mieter: es wurden hier unter anderem ein Schuhhaus und ein Friseursalon eingerichtet.

Während des zweiten Weltkriegs wurde das Krantor stark in Mitleidenschaft gezogen: die hölzerne Konstruktion brannte vollständig ab und vom gemauerten Teil blieben nur circa 60 %. Im Jahre 1956 begann man mit dem Wiederaufbau. Sechs Jahre später, 1962, konnte das Krantor schließlich wiederhergestellt dem Maritimen Museum übergeben werden, das 10 Jahre später in das Polnische Schifffahrtsmuseum Gdańsk umbenannt wurde und seit dem Dezember 2013 den Namen Nationales Maritimes Museum in Gdańsk trägt.

Das altehrwürdige Krantor wird mit der neusten LED-Technologie erleuchtet, erstellt im Jahre 2012 von Firmen Philips Lighting Poland und Grupa Energa.

{>Die Partner

Dofinansowano ze środków
Programu Wieloletniego Kultura+