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Narodowe Muzeum Morskie w Gdańsku

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"Bretoninnen am Meer" - neue Anschaffung des Polnischen Schifffahrtsmuseums in Danzig

04.01.2013 |

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"Bretoninnen am Meer" - neue Anschaffung des Polnischen Schifffahrtsmuseums in Danzig

Die Seegalerie, die sich in den Speichern auf Ołowianka (Bleihof) befindet, hat sich um ein außergewöhnliches Werk von Władysław Wankie bereichert, einem Schüler von Gerson und Matejko. Der Ankauf des über 40 Tsd. Zlotys werten Leinwandbildes war dank der Unterstützung des Ministeriums für Kultur und Nationales Erbe möglich. Die festliche Präsentation des Bildes fand am 11. Dezember im Zentrum für Maritime Kultur statt. Bis zur Beendigung der Sanierungsarbeiten in der Seegalerie kann man das Gemälde in den Speichern auf Ołowianka, im Arsenalsaal, bewundern.

"Bretoninnen am Meer" sind unter dem Einfluss der Eindrücke aus dem Aufenthalt in Bretagne entstanden, der einen separaten Trend im Schaffen des Künstlers inspiriert hat. Sein Hauptmotiv sind flache, sandige Strände und die dort arbeitenden Fischerinnen in bretonischen Gewändern. Die bretonischen Gemälde von Wankie ziehen die Aufmerksamkeit auf sich durch den Reichtum der Farb- und Lichteffekte, die spezifische Art und Weise des Aufnehmens, die nach dem Vorbild der Impressionisten die Zufälligkeit der Aufnahme des dargestellten Motivs andeutet, und auch durch die unbestimmbare Stimmung der Stille und der Aufmerksamkeit, die die harmonische Verbindung des Menschen mit der Welt der Natur betont. Sie sind von einem hohen künstlerischen Niveau und stark individualisiertem Stil gezeichnet.

Władysław Wankie (geb. 1860 in Warschau – gest. 1925 ebenda) war ein Maler und Kunstkritiker. Er agierte in München und Warschau. Wankie malte Genreszenen, Landschaften, und auch symbolische Kompositionen, er war Koautor von "Panorama der Tatra". Er lernte in Warschau bei Wojciech Gerson (1875-80) und in Krakau bei Władysław Łuszczkiewicz und Jan Matejko (1880). In den Jahren  1882-1903 lebte er in München. Er war mit der Gruppe der polnischen Maler, versammelt um Józef Brandt, verbunden.

In der 2. Hälfte der 80er des 19. Jahrhunderts suchte er die Ostseeküste auf, was sich auf die Änderung der Thematik und des Stils seiner Malerei auswirkte. Er musste wohl 1888 eine nähere Bekanntschaft mit Aleksander Gierymski anknüpfen, unter dessen Einfluss er anfing, einen größeren Wert auf Freilichtstudien zu legen, sowie die Empfindlichkeit auf die in der Natur beobachteten Farb- und Lichteffekte zu entwickeln. Zur Jahreswende 1893/1894 besuchte Wankie die Niederlande und eine längere Zeit verbrachte er auch in der Bretagne, in Cancale, einem Fischerdorf an der Bucht von Mont-St.-Michel. Im Jahre 1903 kehrte der Künstler in seine Heimat zurück und setzte sich in Warschau fest. 1905 wurde er Mitglied der Gesellschaft zur Förderung der Schönen Künste (poln.: Towarzystwo Zachęty Sztuk Pięknych), in den Jahren 1906-24 leitete er den künstlerischen Teil der Zeitschrift Świat (deutsch: Die Welt), er war ebenfalls Mitarbeiter der Zeitschriften Tygodnik Ilustrowany (deutsch: Illustriertes Wochenblatt) und Kurier Warszawski (deutsch: Warschauer Zeitung). Er war einer der Gründer und langjähriger Präsident des Vereins Pro Arte.

Bretoninnen am Meer, von Władysław Wankie, um 1910-20, 50 x 70 cm, Öl, Leinwand, signiert unten rechts: "Władysław Wankie".
Die Speicher, Arsenalsaal


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