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Narodowe Muzeum Morskie w Gdańsku

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Die schöne Südostsee

28.08.2009 |

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Die schöne Südostsee

Kann das Gebiet der Südostsee genauso Touristen anziehen, wie die Mittelmeerküste? Die Teilnehmer des neuen Projekts der EU sehen in dieser Region ein noch nicht ausgeschöpftes Potenzial.

Das Gebiet der Südostsee wurde bereits früher in zahlreichen Untersuchungen als eine Zone der potenziellen länderübergreifenden Zusammenarbeit ermittelt. Die Richtlinien der EU über die Strukturfonds im Rahmen des Budgets 2007–2013 haben die Basis für eine Entwicklung von Programmen geschaffen, die eine Zusammenarbeit von Gebieten im Bereich der Südostseeküste in einer Entfernung von weniger als 150 km, ermöglichten. Zum Program: Die "Südostsee", welche sich von den anderen Programmen durch deren großen Einflussgebiet und geografisch großer Fläche von 114,63km² unterscheidet, gehören folgende Länder an: Dänemark, Deutschland, Litauen, Polen und Schweden. Das Budget beträgt ca. 75 Mio Euro, davon werden ca. 60 Mio aus den Mitteln des europäischen Regionalfonds finanziert.

Im Rahmen des Programs: "Südostsee" haben sich vier Ostsee-Länder: Deutschland, Polen, Litauen und Schweden zu einer Aktivität zusammen gefunden, die unter dem Namen: SeaSide als Developing Excellent Cultural Destination in the Southern Baltic area 2008-2010 fungiert. Als Ziel wurde die Promotion der Region durch gemeinsames Auftreten genannt. Eine gemeinsame Ausstellung, neue touristische Atraktionen und ein neuer Atlas über die Region und ihre Kultur – das sind die drei wichtigsten Punkte, die von den Projektpartnern umgesetzt werden - sagt Holger Bellgardt aus dem Büro Hanse Sail in Rostock, der die Führung des Projekts übernahm.

Das Projekt versammelt 13 Partner: darunter Schifffahrstmuseen, Stadtverwaltungen und regionale touristische Vereine. Die Planung des Projektes basiert auf dem Grundsatz der gleichen Beteiligung der Partner an der Realisierung und wurde in fünf Teilaufgaben gruppiert. Die merithorischen Tätigkeiten werden in der dritten Teilaufgabengruppe mit dem Titel: "Das proffesionelle Museumsnetz", in der vierten: "Das schwimende Seeerbe" und in der fünften: "Tourismus und Marketing" abgehandelt. Das Hauptziel der dritten Aufgabengruppe liegt in der Errichtung einer Platform, auf der ein Austausch der Erfahrungen und Ergebnisse der vier teilnehmenden Museen ermöglichen werden soll: des Schifffahrtsmuseums in Rostock, des Schifffahrtsmuseums Litauens in Klaipeda, des schwedischen Marine-Museums in Karlskrona und des polnischen Schifffahrtsmuseums in Gdańsk. Ein Höhepunkt dieser Aktivitäten soll eine gemeinsame Ausstellung unter dem Titel: "Vier Länder, vier Geschichten, vier Standpunkte" bilden. Die Ausstellung präsentiert das kulturelle Erbe der Südostsee und wird als vier Einzelthemen, die in einen übergreifenden Rahmen eingebaut werden, dargestellt - sagt Jadwiga Klim aus CMM (Polnische Schifffahrtsmuseum), die für die Koordination der polnischen Aktivitäten verantwortlich ist. Die Ausstellung wird Segelschiffe präsentieren, die auf der Ostsee im XIX. und XX. Jahrhundert gesegelt sind - dafür sind die Rostocker Partner verantwortlich. Das Thema der Entwicklung der Ostseeflotte in der Neuzeit wird von Mitarbeitern aus Klaipeda wahrgenommen. Die Zeit des kalten Kriegs und seinen Einfluss auf die Geschäftsbeziehungen der Ostseeländer wird durch Karlskrona dokumentiert. Das polnische Schifffahrtsmuseum wird seinen Teil der Unterseearchäologie widmen, die einen Basispfahl der Museumstätigkeiten bildet. Die Präsentation der Ausstellung in den Ostseestädten wird auf 2010 geplant. Zuerst wird sie in Klaipeda, am 15. April 2010, vorgestellt, dann besucht sie Rostock (ab 18. Juni 2010), danach wird Gdańsk der Gastgeber der Ausstellung sein (ab 10.September 2010) um anschließend nach Karlskrona zu gehen, wo sie ab 15. Dezember 2010 zu sehen ist.

Im Rahmen des Projekts Seaside, dass sich grundsätzlich der Problematik des Tourismus und des Marketings widmet, wird viel Bemühung in die Kreierung von neuen touristischen Produkten, die für die Promotion der Region eingesetzt werden sollten, investiert. Die Ostseeliebhaber kennen die abweschlungsreiche Küstenlandschaft - viele kleine Inseln, Halbinseln und Buchten. Ebenfalls können wir hier verschiede Küstenarten vorfinden: von Haff- und Nehrung- über Kliff- bis hin zu Fiordlandschaft. Die Südküste der Ostsee, überwiegend flach und sandig, zeichnet sich durch schöne großzügige Sandstrände und einzigartige Dünenflora aus. Die wunderschöne Natur und die charmante Landschaft bringen große Vorteile dieser Region hervor, wovon die vielen ausländischen Kurgäste, die vor allem die klimatischen Vorzüge genießen überzeugt sind. Mit Sicherheit fungieren die Wetterbedingungen nicht als Magnet für die Touristen. Aber dieses Defizit können und sollen die Schätze der vergangenen Zeit, die in den alten Ostseehafenstädten versteckt sind, ausgleichen. Die Küstenregion der Südostsee kann zu einem attraktiven Reiseziel werden, vor allem wenn das Wissen über die kulturellen Begebenheiten verbessert wird wie auch durch die Erhöhung der Dienstleistungsqualität – sagt Katarzyna Nowicka, die Leiterin der Marketingabteilung des polnischen Schifffahrtsmuseums in Gdańsk, dass gemeinsam mit der Stadtverwaltung Gdańsk die polnische Seite im Projekt Seaside repräsentiert. Die vielen Altertümer, die zum kulturellen Erbe dieser Region gehören, stellen den Reichtum der Südostsee dar und können als wichtiger strategischer Faktor die Belebung des Tourismus gravierend beeinflussen.

Wir haben bereits eine Idee, wie dieser Teil von Europa promiert werden kann – freut sich Katarzyna Nowicka. Über die Vorzüge der Region sollen die potenziellen Touristen duch ein "Atlas über das kulturelle Erbe der Südostse" informiert und überzeugt werden. Das ist eine der größten Herausforderungen des Projekts das von CMM (Polnische Schifffahrtsmuseum) Siebenpersonen-Team koordiniert wird – fügt mit Stolz die Leiterin hinzu. Der Atlas wird in Form einer englisch sprachigen Internetseite vorbereitet, wie auch in einer verkürzten Version als traditionell gedruckte Karte. Auf der interaktiven Karte wird es möglich sein, die für die Seegeschichte relevanten Plätze, Museen, Leuchttürme, alte Schiffe, Häfen, Werfte, Naturbesonderheiten wie auch eine chronologische Tafel der größten Seeereignisse wie z. B. Baltic Sail oder Hanse Sail kenntlich zu machen. Momentan können wir es noch nicht einschätzen, wie viele Obiekte in den Atlas übernommen werden. Es ist bereits jetzt allerdings klar, dass die merithorischen Inhalte reichlich mit Bildern und Fotos dargestellt werden. Die Seeattraktionen werden in mehreren untergliederten Kategorien aufgelistet sein. Über die Struktur und den Aufbau des Atlas wurden bereits mehrere Disskusionen während der Workshops geführt. Und auch wenn die technischen Einsichten nicht selten unterschiedlich ausfielen, so herrschte grundsätzlich zum Thema Atlas-Idee Einigkeit. Atlas wird zum Einem als ein Wegweiser zu Anderem als eine Wissensquelle über die kulturellen Altertümer der Region dienen – fasst Eckhard Langraf aus Rostock zusammen.

Eine der größten Chancen für die Promotion der Region ist das Engagement der Projektpartner bei der Organisation eines der wichtigsten Ereignisse der Südostsee: Baltic Sail – eines Seglerfestvals das järhlich in Klaipeda, Karlskrona, Rostock, Gdańsk, Helsingor und Lübeck stattfindet. Baltic Sail hat erzielt die Unterstützung des tradionellen Ostsee-Segels als Erhalt eines Markenzeichens der Seekultur. Die Seaside-Partner setzen sich die ehrgeizige Aufgabe, aus Baltic Sail ein Erkennungszeichen der Region in Europa und auf der ganzen Welt zu machen.

Ob ein Vorhaben das als Basis und Voraussetzung gemeinsamer Aktivitäten aller beteiligten Partner aus der Region der Südostsee, positive Ergebnisse bringen kann? Wir glauben daran, dass die Antwort "ja" lautet. Der Erfolg des zwei Milionen Euro gewichtigen Projektes wird an den wachsenden Zahlen des Tourismus gemessen, die unsere schöne Südostsee besuchen kommen.

Marta Nicgorska

 


Die Partner

Dofinansowano ze środków
Programu Wieloletniego Kultura+