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Narodowe Muzeum Morskie w Gdańsku

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Ein außergewöhnlicher Fund der Archäologen

27.06.2014 |

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Ein außergewöhnlicher Fund der Archäologen

Von heute an ist das Nationale Maritime Museum in Gdańsk ein Teil der Legende über dem außergewöhnlichen Mineralwasser aus Selters. Während der Forschungsarbeiten auf dem Schiffswrack F 53-31 auf der Danziger Bucht ist es unseren Archäologen gelungen, ein sehr gut erhaltenes, verkorktes Steinzeuggefäß zu finden. Es stellte sich heraus, dass es eine fast zweihundertjährige Flasche für das Selterswasser aus der deutschen Ortschaft Limburg-Weilburg in Hessen ist.

"Die Flasche stammt aus den Jahren 1806-1830 und wurde während der Arbeiten auf dem Schiffswrack F-53-31, sog. "Głazik" entdeckt", sagt Tomasz Bednarz, Archäologe aus dem Nationalen Maritimen Museum. "Neben der Flasche ist es uns gelungen, einige Keramikstücke, ein Schälchen und einige Geschirrfragmente zu erwerben. Außerdem haben wir viele Steine und sogar Felsen gefunden (mit denen der polnische Arbeitsname des Wracks verbunden ist), die als Ballast des Schiffes verwendet wurden, sowie einen Heckspiegel, also das hintere Ende des Schiffes oberhalb der Wasserlinie. Wegen des Erhaltungsgrades und der Geschichte, mit der es verbunden ist, ist das Steinzeuggefäß unser so weit wertvollster Fund", fügt Tomasz Bednarz hinzu.

Das Mineralwasser aus Selters ist eines der ältesten Wässer, die in Europa gefördert werden. Die Quelle wurde ca. im Jahre 1000 auf dem Nordabhang der Taunusgebirge entdeckt. Über Jahrhunderte hinaus wurde das Selterswasser von den reichen und mächtigen dieser Welt getrunken, und seine Eigenschaften sind legendär: Angeblich schon nach ein Paar Schlucken des "flüssigen Schatzes" fühlte man sich kräftig und gesund. Am Anfang des 19. Jahrhunderts ist die Quelle des Mineralwassers leider ausgetrocknet und die charakteristischen Steinzeugflaschen wurden zur reglementierten Ware. Im Jahre 1896 organisierte eine Gruppe von Enthusiasten aus Selters eine Suche nach den Quellen des legendären Wassers. Nach vielen Versuchen entsprang endlich aus einer Bohrung unterhalb des Schlosses Laneburg eine Fontäne des kristallklaren Wassers. Der erste Brunnen mit dem Selterswasser erhielt den Namen "Selters-Sprudel-Augusta-Victoria" nach der Frau des letzten deutschen Kaisers, und die Steinzeugflaschen wurden auf der ganzen Welt vertrieben. Von Sankt Petersburg bis New York und von London bis Florenz, Selters wurde zum Synonym des besten Mineralwassers. Selbst heute wird das Mineralwasser oft als "Seltz Suyu" im Türkischen, "Selterskaja" im Russischen und "Agua de Seltz" im Portugiesischen bekannt.

Heute wird "Selters" als Luxusprodukt auf der ganzen Welt verkauft. Das Steinzeuggefäß wurde durch Glasflasche ersetzt, aber man sagt, dass die Eigenschaften des Wassers genauso wie vor Tausend Jahren sind. "Wir haben die Flasche nicht entkorkt, wir sind also nicht sicher, was sie enthält und wie das Wasser von vor 200 Jahren schmeckt", sagt Tomasz Bednarz. "Wir freuen uns, dass wir ein wertvolles Ausstellungsstück für die Sammlung des Museums gewonnen haben".



     

 


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