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Narodowe Muzeum Morskie w Gdańsku

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Geheimnisse der Unterwasserarchäologie

29.12.2011 |

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Geheimnisse der Unterwasserarchäologie

Das Polnische Schifffahrtsmuseum in Gdańsk, das im letzten Jahr sein fünfzigjähriges Jubiläum feierte, lädt zur Ausstellung "Tauchen sie ein und lernen sie die Geheimnisse der Wracks in der Ostsee kennen" ein. Hier werden die Ergebnisse von Arbeiten des Museums im Bereich Wasserarchäologie und Konservation von aus dem Meer geborgenen Denkmälern gezeigt. Das 1960 gegründete Museum stand vor einer gewaltigen Aufgabe, wie Originalstücke, die die maritime Geschichte Polens und Europas im bereich Schiffbau und Seehandel dokumentieren, erhalten werden konnten. Zu diesem Zweck wurden selbständige Forschungen aufgenommen und die Abteilung Denkmalschutz gegründet. Innerhalb von 42 Jahren führten die drei Forschungsschiffe "Modra Woda", "Wodnik" und "Kaszubski Brzeg", viele Tauchergruppen und Archäologen Untersuchungen an über 30 Wracks aus. Die Ausstellung zeigt die bekanntesten und spektakulärsten Entdeckungen in der Ostsee, was noch heute weltweit großes Interesse weckt.

Das Kupferhandelsschiff "Miedziowiec" (der Name stammt von der transportierten Ladung – Kupfer) wurde um 1399 gebaut. Es versank 1408 nach einem Brand kurz nach dem Auslaufen aus dem Danziger Hafen. Im Wrack wurden über dreitausend Gegenstände gefunden. Sie konnten erhalten bleiben, denn durch den Brand wurde ein teil des Schiffsrumpfes und der Ladung von einer Schicht aus Teer bedeckt, den das Schiff in Fässern geladen hatte. Diese Schicht bildete eine Art Kapsel um das Schiff und damit wurde das Schiff zu einem Zeitzeugen des mittelalterlichen Handels in Nordeuropa. Auf der Ausstellung sind zu sehen: Kupferplatten, Eisenstäbe, Eisenerz, Holzbalken, Wachs- und Pechstücke, aber auch Zwiebeln und Knoblauch. Diese Fundstücke verlangten hohe Leistungen von den Denkmalschützern

"SOLEN" – ein schwedisches Kriegsschiff mit 38 Geschützen. Im Herbst 1627 lief es in der Eskorte in die Danziger Bucht aus und versank bei der Schlacht vor Oliva. Aus dem Wrack wurden über sechstausend Gegenstände geborgen. Am wertvollsten sind 20 erzene, schwedische, russische und polnische Geschütze und auch Gegenstände, die mit dem Charakter des Kriegsschiffe verbunden sind, wie Geschützwagen, Kanonenkugeln, Pulverlöffel, Pulvermaße, Musketen, Teile von Hiebwaffen. Eine weitere Gruppe sind Fundstücke aus dem persönlichen Besitz der Matrosen: Lederbekleidung, Silber- und Kupfermünzen, Tonpfeifen usw. sowie auch Navigationsinstrumente, Küchengeräte, Bootsmanngegenstände und Teile der Takelage (Leinen, Seile, Flaschenzüge).


"DE JONGE SEERP" war ein Handelschiff mit einer Länge von ca. 30 Metern. Einige Fundgegenstände aus dem Wrack und Bauteile weisen darauf hin, dass dieses Schiff wahrscheinlich aus Holland stammt. Nach den Untersuchungen der Fundgegenstände und auch aus einer Analyse der Holzteile konnte festgestellt werden, dass das Schiff zu Ende des 18. Jahrhunderts, wahrscheinlich 1791 versunken war. Stelle und Zeit des Untergangs weisen darauf hin, dass es sich um die "De Jonge Seerp" handelt, die mit einem anderen Segelschiff kollidierte. In den 13 Forschungssaisons wurden über zehntausend Gegenstände geborgen, u. a. Takelage- und Bewehrungsteile, Keramik- und Glasgefäße, persönliche Dinge der Mannschaft, Küchengeräte usw. Zu den interessantesten Gegenständen gehören ein Oktant, ein Fernrohr, zwei Relinggeschütze aus Bronze und ein eisernes Geschütz.

"GENERAL CARLETON" konnte identifiziert werden durch das Auffinden der Schiffsglocke. Dieses Schiff war ein Dreimaster, der in Whitby (England) 1777 gebaut worden war. Das Schiff ging 1785 mit seiner Mannschaft von 18 Matrosen und einer Ladung von 500 Tonnen Eisen und anderer Waren auf dem Wag von Stockholm nach London auf Grund an der Mündung der Piasnitz in die Ostsee. Im Wrack wurden über 700 Gegenstände entdeckt, wie: Schiffsausrüstung, Takelage, Navigationsinstrumente, Bootsmanns- und Zimmermannsgeräte, Waffen und Küchengeräte sowie auch persönliche Dinge der Besatzung. Einmalig sind die Arbeitsbekleidung der Matrosen, die bisher nur aus Beschreibungen und wenigen Zeichnungen bekannt waren.

Überreste des mittelalterlichen Hafens von Putzig an der Mündung des Flusses Płutnica, etwa 150 m vom heutigen Ufer entfernt, auf einer Fläche von 12 Ha und in einer Tiefe von 1,5 – 2 Metern. Dieser Standort wurde 1977 entdeckt. Bei den Untersuchungen wurden auch Überreste von Mühlsteinen und Holzbauten gefunden. Auch fand man die Wracks von drei Plankenbooten und eines Einbaumbootes.

Eines der Plankenboote P-2 stammt aus dem 10. Jahrhundert und setzt sich aus einigen Hundert Holzteilen mit einer Gesamtfläche von ca. 2m3 zusammen. Es ist dies vor allem Eichenholz und Erlenholz, was besonderes Feingefühl der Konservatoren verlangt. Man entschied sich für eine Tauchbad-Imprägnierung mit.

Die Konservierung von Fundstücken aus Holz, Leder oder Metall, die lange Zeit im Wasser gelegen haben, wurde zum Spezialgebiet der Konservatoren des Polnischen Schifffahrtmuseums. Auf der Ausstellung kann man die Ergebnisse ihrer Arbeit bewundern und auch verschiedene Konservationsmethoden kennen lernen.


"Tauchen sie ein und lernen sie die Geheimnisse der Wracks in der Ostsee kennen"
Die Speicher 30.12.2011 - 4.03.2012
Zentrum für Maritime Kultur 28.04.2012 - 13.10.2013

Die Ausstellung "Tauche und lerne die Geheimnisse der Ostseewracks kennen" wird von den Mitteln des Ministerium für Kultur und Nationales Erbe gefördert.

 






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