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Narodowe Muzeum Morskie w Gdańsku

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Grafiken wie neu

07.02.2013 |

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Grafiken wie neu

Zu den wichtigsten Aufgaben des Polnischen Schifffahrtsmuseums gehören Schutz und Sicherung von Beständen, was in Bezug auf Kunstwerke eine besondere Herausforderung darstellt. Dank der Bemühungen der Museumsleitung wurden seitens des Ministeriums für Kultur und Nationalerbe zusätzliche finanzielle Mittel zur Verfügung gestellt und deswegen konnten Sicherungs- und Konservierungsarbeiten an über vierzig historischen Grafiken und Gemälden aus der umfangreichen Sammlung der Abteilung für Maritime Kunst stattfinden.

Dies beinhielt einen Bestand historischer Karten und Stadtansichten, der u.a. die Ansichten der Stadt Danzig von Matthäus Deisch, die Ansichten und Karten der Hafenstädte nach Zeichnungen von Matthäus Merian und die Karten von hervorragenden europäischen Kartografen des Barockzeitalters wie John Speed, der Autor der 1627 in London veröffentlichten Landkarte Polens, oder Willem Blaeu, der damals in Amsterdam agierende Vertreter der berühmten Familie von Kartografen und Herausgebern von Meeresatlanten, umfasste.

Unter den konservierten Objekten war ein rarer Kupferstich von Justus Danckerts, der gegen 1688 entstand und die Hauptfestungen von der Morea darstellte. Morea ist die im Mittelalter und in der neueren Geschichte gebrauchte Bezeichnung des Peloponnes. Die gemeinte Grafik entstand in der Zeit des Krieges, den die Venezianer um die Herrschaft über die Region gegen das Osmanische Reich in den Jahren 1684-1699 führten. Mit den durchgeführten Konservierungsarbeiten erlangte das Bild seine ursprüngliche Schönheit zurück und zusätzlich wurde es zum Schutz vor schädlichen Umwelteinflüssen entsprechend behandelt.


Gefahren des Walfangs, H. Hessen "Gefahren des Walfangs", H. Hessen, Weimar, 1821, Papier, Kupferstich koloriert mit Aquarellfarbe, CMM/SM/2088.
Die Darstellung einer dramatischen Szene, in welcher ein Wal ein Boot zum Kentern bringt, stammt aus dem zehnten Band der illustrierten Bildungsbuch-Reihe "Bilderbuch für Kinder enthaltend eine angenehme Sammlung von Thieren, Pflanzen, Blumen, Früchten, Mineralien, Trachten…". Diese Bücher für Kinder erschienen zweisprachig auf Deutsch und Französisch, deswegen wurde auch die Bildunterschrift in beiden Sprachen erfasst.
 
Das Arsenal von Westen aus gesehen, Matthäus Deisch (1724-1789) nach Friedrich Anton August Lohrmann "Das Arsenal von Westen aus gesehen", Matthäus Deisch (1724-1789) nach Friedrich Anton August Lohrmann (1735-1800), 1761-65, Danzig, Papier, Radierung nachträglich koloriert, CMM/SM/261.
In den Jahren 1761-65 schuf Matthäus Deisch eine Serie von fünfzig Ansichten aus Danzig nach Zeichnungen von Friedrich Anton August Lohrmann. Die Grafiken wurden verkauft an Subskribenten gegen Vorauszahlung von 10 Florenen. Sie waren dem Danziger Rat gewidmet, die sich bei Deisch mit einer Belohnung von 300 Florenen revanchierte. Der künstlerische Wert der Kupferstiche Deischs ist zwar umstritten, aber als historische Quelle über das Leben in Danzig um die Mitte des 18. Jahrhunderts sind die Werke von unschätzbarer Bedeutung. Die hier präsentierte Radierung zeigt das Arsenal in Danzig von Westen her gesehen, also aus Richtung Kohlenmarkt.
 
Die neue Landkarte Polens, John Speed (1635-1701), Dirck Grijp (1602-65) "Die neue Landkarte Polens", John Speed (1635-1701), Dirck Grijp (1602-65), 2. Hälfte des 17. Jahrhunderts, London, Papier, Kupferstich nachträglich koloriert, CMM/SM/176.
1627 gab der Londoner Kartograf und Herausgeber John Speed einen Atlas unter dem Titel "A Prospect of the Most Famous Parts of the World" heraus, der unter anderem eine Landkarte Polens nach der Karte von Gerhard Mercator (1512-94) enthielt. Die Landkarte wurde dekorativ umrahmt mit den umgebenden Ansichten von polnischen Großstädten und den Porträts von polnischen Adligen in traditionellen Gewändern. Die hier präsentierte Landkarte wurde der zweiten Auflage des oben genannten Atlasses entnommen, die in der 2. Hälfte des 17. Jahrhunderts veröffentlicht und von den Londoner Buchhändlern Thomas Basset und Richard Chiswell verkauft wurde.
 
Karte der Elbmündung, Willem Blaeu (1571-1638) Karte der Elbmündung, Willem Blaeu (1571-1638), 1628, Amsterdam, Papier, Kupferstich koloriert, CMM/SM/3371.
Der Autor der Karte ist Willem Blaeu, der Begründer einer der berühmtesten Familien von Kartografen und Kartenverleger in Amsterdam. Das Blatt ist horizontal in der Mitte geteilt und gibt im oberen Bild den Flusslauf der Elbe bei Hamburg und im unteren Bild die Elbmündung in die Nordsee wieder. Dieses Kartenblatt stammt aus dem Atlas "Theatrum Orbis Terrarum, sive Atlas Novus in quo Tabulae et Descriptiones Omnium Regionum", herausgegeben 1635 in Amsterdam von Willem und Johann Blaeu (1596-1673).
 
Die Hauptfestungen von der Morea, Justus Danckerts (1635-1701) "Die Hauptfestungen von der Morea", Justus Danckerts (1635-1701), Amsterdam, Papier, Kupferstich koloriert, CMM/SM/127.
Ein rarer Kupferstich von Justus Danckerts, entstanden um 1688, stellt die Hauptfestungen von der Morea dar. Morea ist die im Mittelalter und in der neueren Geschichte gebrauchte Bezeichnung des Peloponnes. Diese Grafik entstand in der Zeit des Krieges, den die Venezianer in den Jahren 1684-1699 gegen das Osmanische Reich um die Herrschaft über die Region führten.
 
Karte der Molukken, Joannes Janssonius (1588-1664) Karte der Molukken, Joannes Janssonius (1588-1664), 1636, Amsterdam, Papier, Kupferstich koloriert, CMM/SM/3341.
Als Grundlage dieser in Amsterdam herausgegebenen Karte diente die Karte von Gerhard Mercator (1512-94). Sie zeigt den Archipel der Molukken, also eine Inselgruppe im östlichen Teil von Indonesien. Die Molukken wurden im 16. Jahrhundert entdeckt und zunächst von Portugiesen besiedelt. Im 17. Jahrhundert kamen die Inseln in niederländischen Besitz und dienten als Grundlage des monopolisierten Gewürzhandels, daher wurden sie auch als Gewürzinseln bekannt.

Grafiken wie neu

"Gefahren des Walfangs", H. Hessen, Weimar, 1821, Papier, Kupferstich koloriert mit Aquarellfarbe "Das Arsenal von Westen aus gesehen", Matthäus Deisch (1724-1789) nach Friedrich Anton August Lohrmann (1735-1800), 1761-65, Danzig, Papier, Radierung nachträglich koloriert

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