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Narodowe Muzeum Morskie w Gdańsku

Aktuelle Sprache:

Niemiecki
Museum

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LAGOMAR

08.04.2008 |

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LAGOMAR

Das Lagomar Projekt beschäftigt sich mit dem natürlichen und kulturellen Erbe in der südlichen Ostseeregion. Dabei liegt der Fokus auf den Herausforderungen und Perspektiven der regionalen Entwicklung.

Die verschiedenen Haffgebiete der Ostsee bilden eine einzigartige Landschaft mit einer tausendjährigen Geschichte der Interaktion zwischen Mensch und Meer. Die Haffe sind Berührungspunkte von ländlichen und regionalen sowie grenzüberschreitenden Aspekten zwischen Binnenland und Meer. Das Stettiner, das Frische und das Kurische Haff befinden sich nicht nur an der Rande der EU, sondern bilden darüber hinaus jeweils komplizierte und nicht besonders gut entwickelte Gebiete, da sie sich an der Grenze zwischen verschiedenen Nationen befinden.

Das Projekt fokussiert auf natürliche und kulturelle Informationsquellen der Haffe und ihrer grenzüberschreitenden Funktion genauso wie auf die Strukturierung dieser Informationen und verfolgt somit eine ganzheitliche Herangehensweise für die maritime, kulturlandschaftliche Symptomatik der Haffe. Die Untersuchung dieser Symptomatik bildet die wesentliche Grundlage für eine einzigartige touristische Entwicklung in den baltischen Haffgebieten. Aus den Ergebnissen anderer wissenschaftlicher und touristischer Projekte und aus der nationalen Perspektive jedes einzelnen Landes wird offensichtlich, dass ein ganzheitlicher, politische Vorstellungen überwindender Ansatz, wesentlich für eine touristische Entwicklung ist. Aus diesem Grund ist es das zentrale Ziel dieses Projektes, die Systematik der Information zu finden, welche die Interaktion von Mensch und Meer als traditionellen Prozess und Bestimmung widerspiegelt.

Ein Datenbanksystem bietet ein Paradigma zur Strukturierung, Lokalisierung und in Beziehung Setzung von Informationen. Es erlaubt die Abstraktion der Informationen von externen Repräsentationen, unterschiedlichen Formaten und Sprachen. Die Informationseinheiten beziehen sich aufeinander bezüglich ihres geographischen Zusammenhangs. Basierend auf ähnlichen Strukturen in den verschiedenen Haffen bietet ein Datenbanksystem einen generischen und integrierten Ansatz zur Nutzung aller relevanten Informationen zu den Haffgebieten als Grundlage für transnationale, interregionale und ganzheitliche Konzepte. Außerdem können sehr detaillierte Informationen für spezielle, nur lokal angewandte Aktivitäten gewonnen werden. Das Datenbanksystem soll die wesentliche Referenz für kulturlandschaftlich orientierte Entwicklungskonzepte sein. Das Projekt dient als Beispiel hierfür, durch die Bildung einer transnationalen Museumsinfrastruktur und Etablierung koordinierter musealer Ausstellungen.


Neben der Erarbeitung allgemeiner Strategien werden im Rahmen von zahlreichen, lokalen Pilotprojekten Ideen exemplarisch umgesetzt. Zu den Pilotprojekten gehört etwa der Aufbau eines Haffkahnmuseums und mobilen Museumsschiffes am Stettiner Haff oder eines Museumsdorfes nach spätmittelalterlichen Funden in Selenogradsk am Kurischen Haff.

Die Universität Rostock ist zum zweiten Mal Lead-Partner in einem EU Projekt. Der Lehrstuhl Datenbank- und Informationssysteme des Instituts für Informatik koordiniert das Projekt für zweieinhalb Jahre im Rahmen des ERDF (European Regional Development Fund), gefördert durch das Interreg IIIB Programm im Ostseeraum. Das Projekt Lagomar, mit einem Budget von ungefähr zwei Millionen Euro, umfasst 19 verschiedene Partner aus vier Ländern (Litauen, Polen, Russland (Exklave Kaliningrad) und Deutschland). Diese Partner kommen aus Universitäten (Klaipeda, Kaliningrad, Greifswald, Rostock), Museen (Klaipeda, Kaliningrad, Gdansk), Städten und Gemeinden innerhalb der verschiedenen Haffgebiete (Neringa, Silute (LT), Zelenogradsk (RU), Stutowo, Police, Wolin (PL), Amt Usedom-Süd, Amt Stettiner Haff (DE)) und touristischen Verbänden und Organisationen (Tourismusverband Vorpommern, Tourismusdepartments der Kommunen Police, Frisches Haff, Kurische Nehrung).

Dieses Jahr ist das Wissenschaftsjahr der Informatik in Deutschland und Informations- und Kommunikationstechnologie bilden den wesentlichen Fokus in interdisziplinären Forschungen an den Universitäten. Deshalb ist es sehr wichtig, dass das Projekt Lagomar nicht nur Wissenschaftler aus unterschiedlichen Disziplinen zusammen bringt, sondern auch Wissen transferiert, regionale Entwicklungen in Grenzregionen fördert und auf eine internationale Zusammenarbeit in der Ostseeregion setzt.

Das Motto des Projektes Lagomar ist: Der Schlüssel zur Vergangenheit ist der Schlüssel zur Zukunft. Wenn wir verstehen, wie sich Haffgebiete über Jahrtausende durch die Interaktion von Mensch und Meer entwickelten, können wir viel für die zukünftige Entwicklung dieser europäischen Regionen ohne sprachliche, politische und ethnische Grenzen lernen.

Koordinator beim Lagomar-Projekt seitens des Museums ist Dr. Robert Domżał - Leiter der Abteilung für Schiffbaugeschichte.


Die Partner

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Programu Wieloletniego Kultura+