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Narodowe Muzeum Morskie w Gdańsku

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Schätze des Ostseebodens

27.08.2009 |

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Schätze des Ostseebodens

Im September 2009 wurde eine archälogische Expedition zu einem bis jetzt noch unbekannten Wrack namens "Buchschiff", welches in 80m Tiefe ca. 60 Meilen nördlich von Rozewie gekentert ist, abgeschlossen. Wir wissen immer noch sehr wenig über dessen Geschichte. Höchstwahrscheinlich handelt es sich um ein Handelsschiff aus dem XVII. Jahrhundert. Folgende Artefakte wurden auf dem Schiff gefunden: ein paar Holbzretter, Zinngefässe und ein Buch – von dem auch der Name abgeleitet wurde. Es handelt sich jedoch hierbei um eher zufällige Funde – das Wrack wurde durch Fischer entdeckt, die immer wieder ihre Netze an den Wrackteilen beschädigten. Die Expedition dauerte ein paar Tage und wurde von Unterwasserarchäologen und Tiefseetauchern an Bord des Rettungsschiffs ORP "Lech" durchgeführt. Die wichtigste Aufgabe war das Alter und die Provenienz des Schiffes zu bestimmen. Die Inspektion des Rumpfes und der Innenräume, wie auch die Bergung der Artefakte wurde durch die Tiefseetaucher aus der Behelfsdivision der 3.Marineflotte und aus dem Schulungszentrum für Taucher, dass der polnischen Kriegsmarine unterstellt ist, durchgeführt. Die Exploration wurde ebenso durch Mitarbeiter der Abteilung für Unterwasseraarchäologie des polnischen Schifffahrtsmuseums unterstüzt. Während der Suchaktion wurde ein Sonargerät eingesetzt, das die Liegeposition des Schiffes im Umkreis von 600 m lokalisieren konnte. Aufgrund von schlechtem Wetter und Zeitmangel ist der erste Versuch der genauen Lokalisierung gescheitert. "Wir haben zwei Tage auf gutes Wetter gewartet. Anschliessend haben wir uns entschieden ein anderes Wrack zu untersuchen" – erklärt Iwona Pomian aus dem polnischen Schifffahrtsmuseum, welches mitunter die Expedition geplant hat. Nichtsdestotrotz, dass die Expedition des "Buchschiffs" die erwarteten Ergebnisse nicht lieferte, hat man die Exploration des Schiffswracks: "Getreideschiff" (der Name wurde von der Hauptfracht abgeleitet) durchgeführt. Die erste Expedition des Schiffes, die in gleicher Tiefe wie des "Buchschiffs" Ende Juli 2009 stattfand, zeigte sich als voller Erfolg. Im vorderen Teil des Schiffes hat man viele Säcke mit Getreide in sehr gutem Zustand gefunden. Die Analyse ergab, dass es sich hierbei um Roggen handelte. Da mit dieser Getreidesorte vorwiegend die Holländer in dieser Zeit handelten, liegt es nahe, dass das Schiff unter der holländischen Flagge gesegelt ist. Die ersten Wassergänge brachten ein paar Artefakte zum Vorschein: Unter anderem Keramikgefässe und eine stark versiegelte Weinflasche. "Wir sind noch mal in das Wrack gestiegen, hauptsächlich um die Inventur durchzuführen, die Dokumentation zu ergänzen und um Holzproben für die dendrochronologische Analyse zu entnehmen" - sagt Iwona Pomian. Und obwohl die zweite Expedition ein anderes Ziel hatte als Fundstücke zu bergen – man fand ein paar absolut anzigartige Artefakte: zwei Holzgegenstände und ein großes Keramikgefäß mit einer fettigen Substanz. Es wird keine neue Expedition zum "Getreideschiff" mehr geplant. Aus der Analyse der Fundstücke werden sich leider keine eindeutigen Angaben über die Provenienz des Schiffes machen lassen. Nicht desto weniger rechnet man mit vielen Informationen, die auf andere Geheimnisse einen Hinweis geben können. Was verbirgt sich unter der Wasseroberfläche der Ostsee? Diese Frage lässt ebenso die Taucher wie auch die Wissenschaftler des polnischen Schifffahrtsmuseum nicht los. Deswegen wird die Exploration vom "Buchschiff" eine sehr große Herausforderung bleiben. Die Aktion – oder besser gesagt die Mission – des geheimnisvollen Schiffes wartet noch heute auf ihre Neuaufnahme.

Marta Nicgorska


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