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Narodowe Muzeum Morskie w Gdańsku

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Śramkiewicz – Maritime Themen

25.05.2012 |

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Śramkiewicz – Maritime Themen

Die X. Ausstellung des Zyklus "Polnische Künstler über das Meer" zeigt einen Künstler, der die größte Zeit seines Lebens mit der Ostseeküste verbunden war. Lange Jahre arbeitete er als Hochschullehrer an der Gdansker Staatlichen Hochschule für Bildende Künste. Sein Schaffen fand Inspiration in der Stadt Gdańsk, der Ostseeküste und der maritimen Thematik. Häufig malte er den alten Hafen an der Mottlau, Ansichten der Werft, Häfen und Strände. In der Ausstellung, die im Rahmen des X. Baltischen Festivals der Wissenschaften veranstaltet ist, entschieden wir uns, Arbeiten von Kazimierz Śramkiewicz aus Sammlungen in Museen und bei Privatpersonen in ganz Polen zusammenzutragen. Den Besuchern bieten sich somit Gemälde eines Künstlers, der von der Umgebung, in der lebte, interessiert und fasziniert war.

Die Werke von Kazimierz Śramkiewicz werden der realistischen Malerei zugeordnet, aber der Begriff des Realismus ist hier recht freizügig benutzt. Der Maler beschränkte sich auf die Abbildung bestimmter Ausschnitte der Wirklichkeit; er formte sie auf seine eigene Art, benutzte dekorative Formen, geschaffen aus durchdachter Farbgebung und differenzierten Oberflächenstrukturen. Dieser dekorative Reichtum war einer für Śramkiewicz kennzeichnenden formalen Disziplin im Aufbau des Gemäldes untergeordnet. Dies zeigte sich in der konsequent geführten Perspektive und den perfekt festgehaltenen räumlichen Relationen zwischen den Gegenständen, was die realistischen Aussage des Werkes nur noch unterstreicht, obwohl die Formen der einzelnen Gegenstände eine weitgehende Vereinfachung und Geometrisierung erfuhren. Am häufigsten malte Kazimierz Śramkiewicz Landschaften und Stillleben. Dabei waren für ihn diese Gemälde von besonderer Wichtigkeit, die die der Musik gewidmet waren; sei es als Szenen aus Konzerten oder Stillleben mit Musikinstrumenten. Im Bereich der Landschaftsbilder nahmen einen sehr wesentlichen Platz maritime Bilder ein: Hafenlandschaften, insbesondere der Alte Mottlauhafen, in den siebziger Jahren Eindrücke von Bau des Nordhafens, auch Ansichten der Werft und Landschaften von den Reisen des Künstlers.

Lebenslauf des Künstlers:

Kazimierz Śramkiewicz wurde am 20.01.1914 in Poniec (ehem. Kreis Gostyń) in Großpolen geboren. Schon in jungen Jahren malte und zeichnete er, doch seine Zukunft sah er als Architekt. Im Jahr 1932 nahm er ein Architekturstudium an der Technischen Hochschule zu Lemberg auf. Dort war es sein Interesse an der Malerei und sein Talent, dass Prof. Władysław Lam ihn zu seinem Assistenten an die Fakultät für Zeichnung und Malerei der TU Lemberg berief. In Lemberg fand auch die erste Ausstellung von Gemälden Kazimierz Śramkiewicz's statt, die im dortigen Kunstkreis organisiert worden war.

Den Krieg erlebte Śramkiewicz in Brześć Kujawski (Brest), wo er sich als Zeichner verdingte. Nach dem Krieg kehrte er niemals nach Lemberg zurück, wo er seine Wohnung und seine ganzen bisherigen Werke gelassen hatte. 1945 nahm er eine ihm von Prof. Lam an der TU Gdańsk angebotenen Stelle als Assistent an der Fakultät für Architektur an. Im Jahr 1947 machte er sein Diplom an der Kunstfakultät der Kopernikus-Universität in Toruń. Er war weiterhin unsicher, ob er sich für die Malerei oder für die Architektur entscheiden sollte. Eine Entscheidung brachte das Jahr 1946 und die erste Kreisausstellung des Polnischen Künstlerverbandes in Toruń. Wie sich Kazimierz Śramkiewicz selbst in einem Interview 1994 erinnert, war es der Erfolg eines Gemäldes, dass er den Beruf eines Künstlers wählte. Śramkiewicz verband seine weitere Karriere mit der Staatlichen Hochschule für Bildende Künste in Gdańsk. 1950 wurde er dort Assistent am Lehrstuhl für Malerei und Zeichnung, 1956 Dozent und 1967 – 1986 war er als Professor tätig. Kazimierz Śramkiewicz starb 1998 in Gdańsk.

Ab 1939 stellte der Künstler seine Werke in über 60 individuellen Ausstellungen aus, war beteiligt an etwa 250 Sammelausstellungen im In- und Ausland. Seine Einzelausstellungen fanden u. a. In Lemberg (1939), mehrmals in der Dreistadt (Gdańsk, Sopot, Gdynia) und in zahlreichen anderen Städten Polens statt. 1967/68 stellte er seine Arbeiten im heutigen St. Petersburg aus. Die Eremitage erwarb ein Gemälde von Kazimierz Śramkiewicz für ihre Sammlungen. Śramkiewicz hatte auch Ausstellungen in Bremen (1982, 1987), Fürth (1982) und in Hannover (1983). Sein Interesse an maritimen Thematiken wurde gekrönt von in Polen (Katowice – 1949, dreimal in Warszawa – 1960, 1963, 1964) und im Ausland (Genua – 1951-52, Rom – 1952, Rostock – 1962, Plymouth, Aberdeen, Glasgow, Edinburgh – 1968) veranstalteten Ausstellungen. Darüber hinaus nahm der Künstler teil an Ausstellungen der polnischen Kunst in Moskau, Budapest, Prag (1951 – 52), London (1952), Venedig (1952), Montreal (1962), Tokio (1965), Tunis (1962), Nancy (1967), Kalmar (1968) und in den USA (1956). Mehrmals erhielt Kazimierz Śramkiewicz Auszeichnungen für sein Schaffen, zweimal für seine maritimen Gemälde auf der II. und V. Polnischen Ausstellung maritimer Kunst in Warszawa (1960 und 1964).


"Kazimierz Śramkiewicz – Maritime Themen" X. Ausstellung des Zyklus "Polnische Künstler über das Meer"
Die Speicher 26.05.2012-02.09.2012


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