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Narodowe Muzeum Morskie w Gdańsku

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Was beinhaltet die Flasche "Selters"?

31.07.2014 |

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Was beinhaltet die Flasche Selters?

Die vorläufigen Ergebnisse der Laboruntersuchungen des Inhalts der Steinzeugflasche "Selters", die während der im Juni auf dem Schiffswrack F53.31 (sog. "Głazik") durchgeführten archäologischen Forschungen entdeckt wurde, sind schon bekannt.

Die Forschungen auf dem Schiffswrack F53.31 wurden von einem Team der Unterwasserarchäologen und Taucher des Nationalen Maritimen Museums in Gdańsk unter der Leitung von Tomasz Bednarz durchgeführt. Während der Arbeiten wurde u. a. eine verkorkte Steinzeugflasche mit einem Emblem von "Selters" – einem Anbieter des exklusiven Sodawassers aus dem Gebiet des Taunusgebirges (Deutschland) entdeckt. Die Flasche mit einem Volumen von ca. 1 Liter entstand in der Ortschaft Ransbach, die ca. 40 Km von der Quelle des Selterswassers entfernt ist. Die Feststellung des Herstellers war möglich nachdem unter dem Hauptemblem "Selters HN" die Buchstabe R und die Zahl 25 abgelesen wurden, die als Identifikationszeichen für diesen Hersteller galten. In den Jahren 1806 – 1830 (also in der Zeit, als solche Flaschen hergestellt wurden) haben alle kleinen Produktionsbetriebe auf dem Gebiet des Taunusgebirges insgesamt bis zu zwei Millionen solcher Steinzeugflachen produziert.

Der wertvolle, aus den ersten Jahrzehnten des 19. Jahrhunderts stammende Fund, erweckte großes Interesse in den Medien. Die Artikel über dem "Selters" erschienen u. a. in solchen Zeitschriften, wie Rzeczpospolita, Frankfurter Allgemeine Zeitung, Daily Telegraph, Frankfurter Neue Presse, Mittelbayerishe.de und Spiegel.de. Die Information über dem Fund wurde auch von Discovery, "Teleexpress" und einem renommierten Portal archeology.org veröffentlicht. Der Bürgermeister der Stadt Niederselters (Hessen, Deutschland), der gleichzeitig auch das Selterswassermuseum vertritt, hat dem Leiter der Arbeiten Tomasz Bednarz gratuliert und ein neuestes Buch über dem Selterswasser übersandt.

Anfang Juli wurde die Steinzeugflasche samt Inhalt zur Untersuchung ins chemische Forschungslabor J.S. Hamilton in Gdynia übergeben.Ziel der Untersuchungen war es zu bestimmen, ob sich in der Flasche das originelle Selterswasser befindet, oder ob die Flasche erneut gefüllt wurde.

Nach ein Paar Wochen hat das Labor die vorläufigen Ergebnisse der Untersuchungen mitgeteilt, aus denen folgt, dass sich in der Flasche ein 14-prozentiges Alkoholdestillat befindet, das wahrscheinlich mit Wasser verdünnt wurde. Die chemische Zusammensetzung des Wassers entspricht der Zusammensetzung des Selterswassers aus dem 19. Jahrhundert. Es werden weitere Analysen durchgeführt, um festzustellen, ob der Alkohol (vermutlich Genever oder Wodka) tatsächlich mit diesem Wasser verdünnt wurde. Die endgültigen Ergebnisse der Untersuchungen des Labors J.S. Hamilton werden Anfang September im Rahmen einer Pressekonferenz bekannt gegeben.


Die Forschungen des Schiffswracks F 53.31 und der dort entdeckten Denkmäler werden im Rahmen des Projektes "Bestandsaufnahme der Schiffswracks F53.14 und F53.31 aus der Danziger Bucht" realisiert, das aus Programmen des Ministers für Kultur und Nationalerbefinanziert wurde.

 


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