Die Webseite des Nationalen Maritimen Museums verwendet Cookies für statistische Zwecke und um die Nutzung dieses Internetangebotes für Sie komfortabler zu gestalten. Wenn Sie die entsprechenden Einstellungen in Ihrem Browser nicht ändern, werden die Cookies auf Ihrem Rechner gespeichert. Sie haben die Möglichkeit, das Abspeichern von Cookies auf Ihrem Computer durch entsprechende Einstellungen in Ihrem Web-Browser einzuschränken oder auszuschalten.

X

Narodowe Muzeum Morskie w Gdańsku

Aktuelle Sprache:

Niemiecki
Museumskomplex auf der Insel Ołowianka

Ten wpis jest archiwalny.

Weichselschutte - das erste Wrack

04.09.2009 |

Nachricht senden |


Weichselschutte - das erste Wrack

Die erfolgreiche archäologische Expedition, die von Dr. Waldemar Ossowski aus der Abteilung der Unterwasserexploration des polnischen Schifffahrtsmuseums geführt wurde, hatte das Ziel einer Untersuchung des alten Binnenschiffs, welches in einem Weiher in der Weichselmündung entdeckt wurde. Die Expedition hatte einige Tage gedauert und führte nach Czersk an der Weichsel entlang zur Gemeinde Kalwaria. Dort wurde vor einem Jahr ein Wrack lokalisiert – das Erste und bisher einzige Wrack einer Weichselschutte. Darauf läßt die Größe des Rumpfes, ca. 30 m in der Länge und ca. 7 m in der Breite, schließen. Schiffe dieser Baureihe wurden bis Ende des XVIII. Jahrhunderts für den Warentransport auf der Weichsel eingesetzt.

Während der archäologischen Untersuchungen dieser Expedition wurden Merkmale festgestellt, die über die Bauart des Schiffes Auskunft geben konnten. In einem guten Zustand ist die Bilge erhalten geblieben, wie auch die Überreste der Bordkonstruktion. Innerhalb des Rumpfes entdeckte man Teile von Keramikgeschirr, Nägel und einem Hufeisen. Die bis jetzt durchgeführten dendrochronologischen Untersuchungen lassen das Holz, aus dem das Schiff gebaut wurde, auf Mitte des XV. Jahrhunderts datieren.

Eine Exploration eines so großen Wracks wäre ohne eine externe Unterstützung nicht möglich. Im Einzelnen wären dies: Fonds "Ich, die Weichsel", Firma: Mostostal Warszawa S.A., Gemeindevorsteher Herr Piaseczyński, Frau Bürgermeister und Gemeinderat Gora Kalwaria, Vogt und die Anwohner von Czersk. Die Expedition wurde im Rahmen des Forschungsprojektes: "Schiffsbau und seine Beeinflussung auf dem Gebiet von Oder- und Weichselgewässer", dass durch das Ministerium der Edukation und Hochschulbildung zum Leben gerufen wurde, durchgeführt.

Das Wrack wurde nach der Dokumentationserstellung vom Wasser erneut überflutet. Die ersten, provisorischen Kostenschätzungen einer kompletten Konservierung ergaben einen Betrag von über 300 000 PLN, Zeitfaktor: ca. 8 Jahre. Die lokalen Gremien, wie auch die Staatsdirektion des archäologischen Museums in Warszawa sind an einer kompletten Exploration und Konservierung interessiert.


Die Partner

Dofinansowano ze środków
Programu Wieloletniego Kultura+