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Narodowe Muzeum Morskie w Gdańsku

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"Am warmen Meer". Feliks Michał Wygrzywalski

20.05.2013 |

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"Am warmen Meer". Feliks Michał Wygrzywalski

Die elfte Sonderausstellung im Programmzyklus "Die polnischen Künstler über das Meer", die im Rahmen des 11. Ostsee-Festivals der Wissenschaft realisiert wird, ist dem Schaffen eines Malers gewidmet, der nach jahrelangem Vergessen wieder neu entdeckt wurde. Das ist die erste nach dem Krieg Präsentation von Werken Wygrzywalskis, die sowohl aus dem Museumsbestand als auch privaten Kunstsammlungen stammen. Die Ausstellung beinhaltet Meereslandschaften, Genreszenen am Meer, einige durch die Antike inspirierte Kompositionen, sowie zwei einzigartige Strandansichten von der polnischen Küste – von Gdynia und Jastarnia.

Wygrzywalski verwendete gerne Lichteffekte und eine reiche, lebendige Farbpalette. Seine Gemälde zeichnen sich durch hervorragende dekorative Eigenschaften und die aus der technischen Gewandtheit resultierende Leichtigkeit des Malens aus. Sie werden wegen der unbestrittenen Schönheit und heiterer Stimmung hoch geschätzt. Wer sie anschaut, erliegt fast einer Täuschung, von den Strahlen der Sonne des Südens erwärmt und von der milden Meeresbrise umweht zu werden.

Feliks Michał Wygrzywalski (1875-1944) erwarb seine Ausbildung in München und Paris, aber erst seine Reise nach Italien wurde zur wahren Inspirationsquelle für sein künstlerisches Schaffen. Bezaubert von dem Klima, den Landschaften und der Kunst Italiens, niederließ er sich in Rom. Besonders faszinierte ihn das Meer, so warm und malerisch, das auf seinen Bildern verschiedene Rollen spielt und nicht nur als Hintergrund mythologischer Szenen oder Genreszenen, sondern auch als eigenständiges Thema eingesetzt wurde. Er malte am liebsten die Neapolitanische Bucht, vor allem die berühmte Insel Capri. Eine Reise nach Ägypten und in die Libysche Wüste gab dem Schaffen von Wygrzywalski eine neue, wichtige Richtung. Die Begeisterung von der Exotik des Orients kommt in seinen Bildern deutlich zum Ausdruck. Er fing damals an, Haremszenen und Straßenszenen aus Ägypten zu malen. In seinen Bildern tauchten Verkäufer und Teppichausbesserer, betende Araber und Beduinen auf.

Nachdem er nach Lviv übersiedelt war, befasste er sich neben der Staffeleimalerei auch mit der dekorativen Wandmalerei und Grafik. Dazu illustrierte er Bücher und Zeitschriften und entwarf Glasfenster. Er wurde mit den dekorativen Arbeiten in und an öffentlichen Gebäuden (wie z.B. der Hauptsitz der Lviver Handels- und Industriekammer 1907-1010 und das Sanatorium "Lwigród" in Krynica 1928) beauftragt. Darüber hinaus entwarf er für das Stadttheater Kostüme und Bühnenbilder (z.B. für "Peer Gynt", "Irydion", "Die Novembernacht"). Die wichtigsten, ihm gewidmeten Einzelausstellungen fanden 1932 in Lviv und 1935 in Krakau statt.

Nach dem Krieg wurde der Name dieses Lviver Künstlers nur selten genannt. Es muss zugegeben werden, dass die Wiederentdeckung des Schaffens von Feliks Michał Wygrzywalski dem Antiquariatsgeschäft zu verdanken ist. Durch das anhaltende Interesse der Käufer an den Kunstwerken des Malers genießt er wachsende Bekanntheit unter allen Kunstliebhabern.

Das Programmzyklus "Die polnischen Künstler über das Meer" hat zum Ziel, maritime Themen im künstlerischen Schaffen der polnischen Maler, die seit Mitte des 19. Jahrhunderts tätig waren, Jahr für Jahr darzustellen. Es ist eine Reihe von alljährlich im Sommer im Polnischen Schifffahrtsmuseum veranstalteten Ausstellungen, die maritime Motive im Schaffen einzelner Künstler oder ganzer Künstlergemeinschaften präsentieren. Das Konzept setzt voraus, dass die maritime Kunst als eine einheitliche Gruppe von Erscheinungen im Gesamtbild der polnischen Künstlerszene der breiten Öffentlichkeit dargestellt wird. Die Ausstellungen werden von Katalogen begleitet, in denen die präsentierten Werke, die sowohl aus dem Museumsbestand als auch privaten Kunstsammlungen stammen, verzeichnet bzw. abgebildet werden. In dem Programmzyklus wurde bereits das Schaffen solcher Künstler wie z.B. Marian Mokwa, Leon Wyczółkowski, Michał Gorstkin Wywiórski, die bedeutendsten Schüler von Jan Stanisławski, sowie die Malerinnen der Wende zum 20. Jahrhundert (darunter Olga Boznańska, Zofia Stryjeńska und Michalina Krzyżanowska) gezeigt.

Bearbeitet von Monika Jankiewicz-Brzostowska


"Am warmen Meer"
Die Speicher 24.05.2013-1.09.2013


"Am warmen Meer". Feliks Michał Wygrzywalski

Selbstporträt mit Palette, mit Meer und Hafen im Hintergrund, Nationalmuseum in Warschau Neapolitanische Fischer, um 1915, Nationalmuseum in Krakau Meereswellen (Capri), 1932, Privatsammlung Fischernetzziehen, 1918-39, Polnisches Schifffahrtsmuseum in Danzig Meeresstille, 1926, Eigentum von Auktionshaus Sopocki Dom Aukcyjny Meeresstudium, Eigentum von Iwona und Michał Sikora Ein Fischer auf der venezianischen Lagune, Privatsammlung Ein Fischer von Capri, Eigentum von Iwona und Michał Sikora Signorita Castiliana, Privatsammlung Fischfang am Nil, nach 1906, Bezirksmuseum in Thorn

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