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Narodowe Muzeum Morskie w Gdańsku

Aktuelle Sprache:

Niemiecki
Museumskomplex auf der Insel Ołowianka

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Von Mombasa bis Dakar

09.06.2010 |

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Von Mombasa bis Dakar

Gewidmet wurde die Ausstellung im Fischfangmuseum in Hel den modernen Künstlern Afrikas, von Tansania bis Sambia und Senegal. Die Exposition wurde durch die Mythologie und Tradition der afrikanischen Kulturen inspiriert und beinhaltet vorwiegend Werke genannt ujamaa und shetani, die von den Stammangehörigen der Makonde in Tansania erstellt werden. Makonde bildet eine ethnische Gruppe der Ost Bantu, die auf dem südöstlichen Gebiet von Tansania und im Norden von Mosambik leben. Die Anzahl der Stammmitglieder wird auf ca. 1 400 000 Menschen geschätzt. Viele Makonde verdienen ihren Lebensunterhalt mit Hilfe der Bildhauerei und migrieren in die Gebiete, in den ein Bedarf auf ihre Kunstwerke erwartet wird. Diese Werke können allerdings ebenfalls in Uganda oder in Süd-Kenia erworben werden.

Die Schnitzwerken ujaama beziehen sich auf den Kult der Vorfahren und bilden eine Komposition aus menschlichen Körpern und Köpfen zusammengesetzt in die Form eines dicken Stammes. Sehr oft wird die Figur mit einem Kopf der Stammes-Mutter oder des Stammes-Onkels aus der Mutterlinie, gekrönt. Die Plastik zeichnet sich durch eine kompakte Gestaltung aus und lässt viele, massive Figuren erscheinen. Das Wort: "ujaama" in der Sprache der Swahili spezifiziert eine ursprüngliche Großfamilie, die sich um ihre Angehörigen kümmert. Aus diesem Grund wird die Plastik "der Lebensbaum" oder "Familienbaum" genannt. Durch das Symbol der Rückkehr zum Ursprung wird auch die Stammeszugehörigkeit und die Bindung zu den Vorfahren bestärkt. Die ersten Werke sind in den 60. Jahren des XX. Jahrhunderts in Dar es Saal am, der Hauptstadt von Tansania, entstanden.

Die shetani Werke stellen Figuren mit zur Hälfte menschlichen und tierischen Eigenschaften dar. In der Swahili Sprache beschreibt das Wort: "shetani" ein Wesen dass in sich den Teufel, Dämon, Geist oder Kobold vereint. Die Makonde Mythologie erwähnt viele dieser Wesen, die ebenfalls eine freundliche wie auch eine verletzende Art haben können. Die Plastiken zeichnen sich durch eine groteske, deformierte Darstellung und durch die fehlenden Proportionen aus. Die charakteristische Form ist lang, filigran, luftig. Die ersten Werke shetani shetani sind in Dar es Saal am in den 50. Jahren des XX. Jahrhunderts entstanden und fanden sofort viele Bewunderer.

Die Werke werden hauptsächlich aus dem mpingo Baum hergestellt (Dalbergia Melanoxylon aus der Familie Papilonaceae), der aufgrund botanischer Ähnlichkeiten auch als Ebenholz Mosambik bezeichnet wird. Das Holz ist sehr robust und hart. Ein schwarzer Kern ist von einer weiß-gelben Schicht ummantelt und mit einer dunkelbraunen Baumrinde überdeckt. Die dunkelbraunen Plastiken hat man früher mit einer Mischung aus Asche und Wachs behandelt, heute wird hierzu eine schwarze "Kiwi" Paste verwendet. Ergänzt wird die Exposition durch eine Ausstellung der traditionellen Masken und Bilder der modernen Künstler Afrikas.

Die Makonde Plastiken stammen sowohl aus der Kollektion von Kapitän Stefan Brąglewicz, die in den Jahren 1960-1970 in Tansania entstanden ist, wie auch aus eigenen Beständen des Museums. Die Bilder der Eigenkollektion wurden vom Pater Witold Górski erstanden.


Von Mombasa bis Dakar. Die moderne Kunst der Schwarzafrika aus der Eigenkollektion des Museums
Das Fischfangmuseum 9.06.2010 – 26.09.2010


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