Die Webseite des Nationalen Maritimen Museums verwendet Cookies für statistische Zwecke und um die Nutzung dieses Internetangebotes für Sie komfortabler zu gestalten. Wenn Sie die entsprechenden Einstellungen in Ihrem Browser nicht ändern, werden die Cookies auf Ihrem Rechner gespeichert. Sie haben die Möglichkeit, das Abspeichern von Cookies auf Ihrem Computer durch entsprechende Einstellungen in Ihrem Web-Browser einzuschränken oder auszuschalten.

X

Narodowe Muzeum Morskie w Gdańsku

Aktuelle Sprache:

Niemiecki
Museumskomplex auf der Insel Ołowianka

Über das Zentrum für Maritime Kultur

Das Zentrum für Maritime Kultur ist die jüngste Abteilung des Nationalen Maritimen Museum, eröffnet im April 2012. Gleichzeitig ist es eines der modernsten Museen in Polen. Als einzige Einrichtung in diesem Land übermittelt sie das Wissen zu verschiedenen, maritimen Themen auf komplexe und interaktive Art und Weise unter der Anwendung multimedialer Technologien. Trotz der modernen architektonischen Form, die durch teilweise verglaste Wände und Decken besticht, bezieht sich das Zentrum für Maritime Kultur behutsam auf die historische Bebauung von Danzig.

Ein großer Vorzug ist seine Lage am Ufer der Mottlau, auf einem der beliebtesten Touristenpfade der Altstadt. Das Zentrum grenzt direkt an die Bastei des Krantors an und erstreckt sich entlang der Rybackie Pobrzeże-Straße.

Die Hauptattraktion des Zentrums für Maritime Kultur ist der interaktive Saal "Menschen–Schiffe–Häfen". Hier fällt vor allem ein riesiges Becken mit ferngesteuerten Modellen von Schiffen und Jachten auf. Die Gäste des Zentrums können hier eine kleine Segelregatta veranstalten und prüfen, wie man das Segel am besten aufstellt, um zu gewinnen, oder komplizierte Manöver auf dem Wasser unter Assistenz von Schleppern nachvollziehen.

Die Besucher der Ausstellung können ebenso die Besonderheiten der Arbeiten in einem Hafen kennenlernen und dabei Waren wie Reis, Kakao oder Obst mit einem Gabelstapler oder Container mit einer Containerbrücke verladen. Liebhaber von Reisen auf den Grund des Meeres können sich an das Steuer eines Bathyskaphen setzen und eine virtuelle Reise zu einem verschollenen Wrack unternehmen. Es ist auch die einzige Ausstellung in Polen, die es ermöglicht, auf einer Kommandobrücke Platz zu nehmen und ein Steuerrad zu ergreifen um einen in der Ferne (natürlich nur virtuell) sichtbaren Schiffbrüchigen zu retten.

Auf der zweiten Etage des Zentrums befindet sich die Dauerausstellung "Boote der Völker der Welt". Hier wird eine reiche Sammlung an Booten aus aller Herren Länder präsentiert, von einem Eskimokajak bis zu einer venezianischen Gondel. 41 Wasserfahrzeuge aus allen Teilen der Welt, wie Norwegen, Irland, Italien, Kenia, Tansania, Panama, Bangladesch, Indonesien, Ghana, Vietnam oder Samoa warten darauf in Augenschein genommen zu werden. Die meisten von ihnen sind Geschenke, vor allem von Kapitänen und Bestzungen polnischer Schiffe, die diese wertvollen Stücke von ihren Fahrten von Mitte der 1960er bis Ende der 1980er Jahre mitgebracht haben. Neben den Booten illustrieren Fotos und Beschreibungen ihren einstigen oder noch gegenwärtigen Gebrauch, die ethnografischen, geografischen und soziologischen Hintergründe sowie deren Geschichte und Aufbau. An sechs multimedialen Kiosken können über 1000 Aufnahmen und Filme betrachtet werden.

Die dritte Etage ist Sonderausstellungen vorbehalten.

Die vierte Etage beherbergt ein Restaurant mit Aussichtsterrasse mit Blick auf die Speicherinsel, den Hauptsitz des Nationalen Maritimen Museums sowie auf das Schiff "Sołdek". Zusätzlich befindet sich hier auch ein Konferenzraum für 100 Personen.

Schlussendlich bemerkenswert ist auch die Geschichte des Grundstücks, auf dem sich das Zentrum befindet. Sein Schicksal ist eng mit dem benachbarten Krantor verbunden. Das an dem Krantor anliegende Gebäude, das auf vielen aus dem 17. und 18. Jahrhundert stammenden Abbildungen des Krantors gut sichtbar ist, diente zunächst als Speicher. Es hatte ein steiles Dach und seine Form knüpfte an die der anderen Hafenlager an, die das gegenüberliegende Ufer beherrschten. Auf Fotos aus dem 19. Jahrhundert ist eine Veränderung zu erkennen: das Dach wurde flacher, die Fenster größer. Das Gebäude wurde nun für Wohnzwecke genutzt. Während des zweiten Weltkrieges wurde es vollständig zerstört und nicht wieder aufgebaut. In den 50er errichtete man ein Heizhaus auf dem Gelände, das 1977 vom Nationalen Maritimen Museum übernommen wurde. Anschließend baute man das Gebäude um, um die Innenräume als Büro-, Lager-, und Ausstellungfläche zu nutzen. Über 30 Jahre war diese Abteilung unter dem Namen Kolonialwarenlager bekannt, als Anknüpfung an die ehemalige Funktion dieses Standorts.

Zu Beginn des 21. Jahrhunderts begann die Direktion des Nationalen Maritimen Museums über die Möglichkeiten einer Modernisierung des Objekts nachzudenken. Nach gründlicher Überlegung entschied man sich zum Abriss des alten Gebäudes und zum Bau einer neuen Abteilung. Ein Zeitraum von fünf Monaten zwischen Abriss und Neubau konnte für archäologische Untersuchungen des Grundstücks genutzt werden, die interessante Entdeckungen zu Tage förderten. Insbesondere alte Latrinen, bis zu zwei Meter und dem Wasserspiegel gelegen, erwiesen sich als Fundgrube. Geschirr aus Holz und Glas, Schüsseln, Teller, Zinnlöffel und Zinnkannen, Tontöpfe, Schmuck, Zierbeschläge, Fragmente von Schuhen und Segelzubehör konnten entdeckt werden

Das Projekt unter dem Namen "Umbau und Erweiterung der kulturellen Infrastruktur des Polnischen Schifffahrtsmuseums in Danzig - Zentrum für Maritime Kultur" wurde mit der Förderung aus den EEA-Förderprogrammen erfolgt - die 85% der Projektkosten von insgesamt 7 851 566 Euro deckten. Die übrigen 15% Förderung kommen aus dem Haushalt des Ministers für Kultur und nationalem Erbe sowie dem Haushalt der Stadt Gdańsk und eigenem Beitrag des Museums.

 

{>Die Partner

Dofinansowano ze środków
Programu Wieloletniego Kultura+